Montag, 31. Oktober 2016

Goldig / 124

Das Wetter war für mich heute wieder einmal so ein richtiger Spiegel. Bei uns unten grau, Nebel und nicht gerade einladend um sich draussen zu bewegen. Kurz vor dem Mittag erhielt ich ein Foto von meiner Tochter, die auf dem Weg ins Bündnerland war.


quelle:alishameister

Richtiges Herbstgold, wunder schöner Sonnenschein und stahl blauer Himmel. Ich freute mich für sie, dass sie so eine genussvolle Tour de Suisse mit dem Zug machen konnte. Plötzlich fragte ich mich warum mich das Bild so fesselte. Es ging nicht lange und da war die Antwort auch schon da. 


"Auch wenn du die Sonne nicht sieht ist sie da."

Ich weiss, das ist nichts neues. Jedoch manchmal wenn ich keine Antwort oder noch keinen Weg habe für etwas, dann fische ich im Trüben oder eben im Nebel. Dann werde ich ungeduldig und mein Autopilot läuft von selbst wie, das schaffe ich wohl nicht, oder dafür gibts keine Lösung. Nur weil ich die Sonne nicht sehe, also ich die Lösung / Weg, heisst es noch lange nicht, dass es keine gibt. Also meine Ungeduld wurde von diesem Bild fasziniert. Es ging dabei noch einen Schritt weiter. Ich hatte eine Herausforderung an einem meiner Projekte und fand eben den Weg gerade nicht. Also blieb mir in dem Moment nichts anderes übrig als diese Situation an zu nehmen und Vertrauen in mein Können und Wissen zu haben, dass ich eine Lösung finden werde, nur nicht in diesem Moment.

Loslassen heisst auch eine Situation an zu nehmen wie sie ist, nicht daran kleben zu bleiben und zu vertrauen, dass im richtigen Moment eine Lösung oder ein neuer Weg sichtbar wird. Wie die Sonne, halt im Moment nicht da war, jedoch im Bündnerland in aller Kraft strahlte. Die Sonne wird auch bei uns wieder strahlen, früher oder später.

Ich merke immer mehr in den letzten Wochen, dass mich das Loslassen in eine neue Richtung steuert. Vor allem wenn es um alte Muster geht, zuerst kommt das Annehmen und dann kann es sich Schritt für Schritt lösen.

bis bald Karin



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Sonntag, 30. Oktober 2016

Flecken / 125

So schnell ist es passiert! Genüsslich etwas essen und trinken und schwupp die wupp ist ein Flecken auf meinem Pullover. Sofort versuchte ich ihn aus zu waschen, leider erfolglos. Nicht einmal Babyweiss und Javelwasser half. So ein Jammer. Also lasse ich halt meinen Kuschelpulover los. 

quelle:karinmeister

Gut er war alt, er war schon lange reif für den Altkleidersack. Es gibt einfach so Stücke, die begleiten einem so lange, dass es egal ist wie sie aussehen. Hauptsache man fühlt sich wohl darin. Dieser Fleck ist jetzt für mich einfach zu viel. Mit diesem Pullover geht ein wenig Geschichte von mir weg mit ziemlich vielen Erinnerungen. 

Wie heisst es so schön: Alles hat seine Zeit...

bis bald Karin



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Samstag, 29. Oktober 2016

Kerzenzeit / 126

Herbstzeit Kerzenzeit. Ich liebe Kerzenlicht, bin halt eine ewige Romantikerin. Der Herbst ist für mich die Zeit wo ich überall im Haus Kerzen habe, das zieht sich durch bis in den Frühling. Daran haben nicht alle Freude in unserem Haushalt wegen der Brandgefahr. Meine jüngste Tochter ist stets darauf bedacht das alles sicher ist, genau wie mein Lebenspartner. Wenn die beiden im Haus sind muss ich mir keine Sorgen machen, dass ich mal eine vergessen könnte aus zu blasen.
Ich habe deshalb auch viele Rechaudkerzen, die brennen ja von selbst runter und löschen dann nach einer Zeit aus. 

Gestern war ich an der Aare und auf meinem Spaziergang nahm ich noch etwas Moos und einige Beeren und Blüten mit nach Hause. Ich dekorierte meine grossen Windlichter draussen neu und hatte noch etwas Moos übrig. Dies arrangierte ich noch auf einer grossen Platte. Plötzlich gab es einen Knall und in meinem Windlicht  hatte es risse und einen Spalt. Das ganze Glas war kaputt. Leider war es eines meiner liebsten Windlichter. Ich versuchte es heute noch zu retten, doch ohne Erfolg. Also lies ich es los.


quelle:karinmeister

Wieder einmal ein Dekostück das ich mit Wehmut los lies. Jetzt hat es halt ein ganz simples. Glas in der Mitte sieht aber trotzdem schön aus. Also ich erfreue mich daran.


quelle:karinmeister

bis bald Karin



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Freitag, 28. Oktober 2016

Sie hat mich berührt / 127

Kurz mal loslassen, nur einen ganz kleinen Moment. Loslassen was ich gerade denke, was ich gerade tue einfach inne halten. Dies habe ich heute morgen auf meinem Nebelspaziergang gemacht. Es war eine wunderbare Stimmung, faszinierend, etwas düster und doch schien das Blau des Himmels schon etwas durch den Nebel. Ich blieb einfach stehen, atmete einige male tief ein und aus, nahm die feuchte Luft in meinem Körper auf und lies sie wieder los. Ein sanfter Wind glitt über mein Gesicht, und ich vernahm einen angenehmen Duft in der Nase. Etwas feucht, erdig und modrig ganz angenehm. Dann sah ich sie. Sie stand da ganz allein, feucht, weiss, mit Tautropfen auf sich. Der Wind wiegte sie wie ein Kind sanft hin und her, kaum sichtbar und trotzdem bewegte sie sich. Ihre Stunden sind gezählt, beim nächsten grösseren Regen oder Wind wird sie loslassen müssen. Alle ihre Samen werden sich verteilen. Ausser jemand übersieht sie und zertritt sie.


quelle:karinmeister

Sie die wunderbare Pusteblume, welche im Sommer goldgelb blühte, sah heute morgen aus wie ein Schneeball auf einem Stiel. Ich habe sie gesehen, habe sie fotografiert, sie hat mich im tiefsten inneren berührt. Dies weil ich kurz los gelassen habe und einfach stehen blieb, den Moment betrachtete. Für mich ist das Lebenssinn, durch sie sah ich die ganze Kraft der Schöpfung und die gesamte Schönheit der Natur. Jeder Moment im Leben, ob im Frühling oder Herbst, ist Schönheit pur, die Frage ist nur können wir kurz loslassen und es sehen? Durch kurzes loslassen kann Lebensqualität entstehen.


bis bald Karin



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Donnerstag, 27. Oktober 2016

Notbremse / 128

Die letzten beiden Nächte habe ich nicht so gut geschlafen, ich bin immer wieder aufgewacht und war etwas nervös. Jedoch positiv nervös, ich freue mich auf den morgigen Abend. Mein Seelencollage Kurs ist ausgebucht! 

Heute habe ich noch einige Vorbereitungen erledigt und ich kann sagen ich bin bereit. Noch zwei, drei Details, dann ist alles erledigt. Ich habe mich während den Vorbereitungen gerade ertappt, wie ich in meinen Perfektionismus rein rutschen wollte. So stand ich mal einige Schritte zurück und schaute alles von einer gewissen Distanz an. 

quelle:pflege-ich.de

Während des Schauens kam eine ganz leise Stimme, es ist ein Kreativ-Workshop! Ich musste so lachen über mich, genau dies war die Notbremse nicht alles perfekt haben zu wollen. Ich ging darauf kurz aus dem Zimmer trank einen Tee und ging nochmals zurück. Tatsächlich konnte ich es stehen lassen wie es war, ohne nochmals etwas hin oder her zu rücken.

Klar habe ich den Ablauf und die Struktur des Workshops klar gegliedert und auch dort habe ich heute Abend nochmals einiges raus gestrichen. Damit es ein kreativer Workshop bleibt. Ganz nach dem Motto weniger ist mehr.

Es ist schon erstaunlich wie prägend so alte Muster sind und wie sehr die automatisiert sind. Für mich ist es jeweils eine Kunst diesen Perfektionismus zu erkennen und ihn auch zu stoppen. Es freut mich jedesmal wenn ich ihm auf die Schliche komme und ihn etwas bremsen kann, so das er sich für mich gesund anfühlt.

Ich für meinen Teil freue mich riesig auf morgen Abend. Für heute lasse ich meinen Perfektionismus los und geniesse den heutigen Abend.

bis bald Karin



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Mittwoch, 26. Oktober 2016

Sommerdeko / 129

Putztag gleich loslassen Tag. Wie immer habe ich heute mein 5er Ritual beibehalten. Einige Gegenstände vom Sommer her habe ich entsorgt, vor allem Dekomaterial. Meistens habe ich dies aufgehoben, in der Annahme, dass ich es nächstes Jahr wieder brauchen würde. Doch wer kennt das nicht, im Frühling wieder durch die Regale zu schlendern und die neuen hübschen Sachen an zu schauen. Meistens bleibt es ja nicht beim anschauen sondern ich kaufe mir dann trotzdem das eine oder andere Stück.


quelle:picclick

Dies soll jetzt kein Freipass sein für nächstes Frühjahr:)). Ich will mich neu inspirieren lassen und schauen ob ich überhaupt noch viel Dekomaterial gebrauchen will. Ich lasse es einfach auf mich zu kommen.

bis bald Karin



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Dienstag, 25. Oktober 2016

Raining day / 130

Regentage können sehr vielfältig sein, ein Segen, ein Fluch, egal, Grund um missmutig zu sein, für alles den Regen schuld geben usw. 
Kisha, meine Hündin liebt es gar nicht im regen spazieren zu gehen, ich glaube es ist mehr der Regenschutz den sie jeweils übergestülpt kriegt, der das Problem ist. Wie auch immer, wir machten uns auf den Weg um auf unsere Runde zu gehen. Ich zog meine Gummistiefel und Regenjacke an und dann ging es los. Während des Spazierganges musste ich plötzlich schmunzeln. Denn genau in dieser Regenmontur ging ich dieses Jahr ans Festival, in Murten und auf den Gurten. Meine Stimmung besserte sich genau in diesem Moment, ja ich kam in eine ganz gute Laune. Weder der Regen störte mich, noch der grosse Sumpf überall, es war einfach gut.


quelle:bernerbär

In dem Moment wurde mir so richtig bewusst wie viele Verbindungen ich, und sicher andere Menschen auch, mit irgend etwas knüpfen. Schlechtes Wetter, schlechte Laune, Sonnenschein, gute Laune usw. Ich hatte meine Kopfhörer dabei, so suchte ich meine Festival-Musik und bekam so richtige Festival-Stimmung. Güsche und Murten Bilder gingen mir durch den Kopf und ich bekam immer bessere Laune.

Es war meine innere Haltung dem Regen gegenüber, die mich eine etwas mürrische Laune brachte. Gott sei Dank kamen mir die Regen-Festivals in den Sinn und so konnte ich meine schlechte Stimmung loslassen. Den restlichen Tag verbrachte ich in guter Laune.

Ich werde noch mehr acht geben, was wirklich der Grund ist für Haltungen etwas gegenüber, und versuche weiter solche Verbindungen oder Verknüpfungen los zu lassen.

Es hat mich animiert auch mal zu schauen ob es Plätze oder andere Situationen gibt die ich mit etwas in Verbindung bringe und mich in eine Haltung bringen die mir nicht gut tut. Vielleicht auch mal ein Gedankenanstoss für dich.

bis bald Karin



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Montag, 24. Oktober 2016

Bestandesaufnahme / 131

Heute habe ich eine Bestandesaufnahme gemacht. Das heisst, ich nahm ein Blatt Papier und schrieb alles auf wo ich mir gegenüber unfair war, unehrlich, gegen mich gehandelt habe, wo ich meine Gefühle runter gedrückt habe, wo ich nicht zu mir gestanden bin.

Im ersten Moment kamen mir da schon einige Dinge in den Sinn, dann begann es ruhig zu werden. Ich sass vor meinem Blatt und dachte das ist doch nicht alles, denn ich spürte da war eine ganze Menge. Jeden falls kam da in diesem Moment nichts mehr, also lies ich es so auf meinem Blatt stehen wie es war. Es fühlte sich für mich im ersten Moment etwas komisch an, doch je länger ich es ansah, merkte ich wie es auf eine Art und Weise gut tat. Ich öffnete da eine Schublade von einem grösseren Schrank der wohl noch einiges an Arbeit verlangt von mir.

Warum ich das getan habe? Ganz einfach in einem Gespräch, dass ich heute hatte, war das Wort Bestandesaufnahme mehrmals gefallen. Meistens ist es so, dass es Wörter sind die mich inspirieren und mich dann zum Nachdenken oder Handeln animieren. So war es heute. Zuerst wusste ich nicht recht  was für eine Bestandesaufnahme bei mir gemeint war. Doch auch dies war plötzlich einfach klar.

Was habe ich nun mit diesem Blatt gemacht? Ich ging es Punkt für Punkt durch und ich entschuldigte mich, bei mir selbst, dass ich so gehandelt hatte. Ich kann dir nicht sagen warum ich das getan habe, es war heute einfach dran. Ich habe in den letzten Monaten gelernt das zu tun was ansteht und es nicht zu verschieben. Also viel bewusster im Jetzt zu leben. Also habe ich es getan. Als ich mit allem fertig war nahm ich das Blatt, ging raus und zündete es an, sofort ging es in Flammen auf und weg war es.

quelle:karinmeister

Ich habe heute auf eine Art losgelassen, wie ich es noch nie vorher getan habe. Ich kann dir heute noch nicht sagen was es bewirkt oder was geschieht. Es fühlte sich für mich richtig an und ich fühlte mich danach leichter. Vielleicht kann ich dir in ein paar Tagen mehr darüber sagen und vielleicht ist es einfach gut so.

bis bald Karin



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Sonntag, 23. Oktober 2016

Happy Birthday Alisha / 133

Vor 27 Jahren war es Sonntag, warum ich das so genau weiss? Weil an diesem Sonntag ein Sonntagsmädchen zur Welt kam, meine älteste Tochter. An diese Bilderbuch-Geburt denke ich sehr gerne zurück. Alles lief wie es sich gehörte an einem Sonntag.

Mein Sohn zog seine Schwester immer wieder auf mit dem Spruch, ja klar dir geht immer alles leicht von der Hand du Sonntagskind. Sie ist wirklich ein Sonnenschein und ich liebe Sie über alles. Auch meine Tochter habe ich längst losgelassen, eben so wie eine Mutter loslässt. Wenn ich sie anschaue, sehe ich eine junge, wunderschöne Frau, die ihre Ziele verwirklicht, mit strahlenden Augen und einer guten Portion Schalk. Ich bin sehr stolz, die Mutter von ihr sein zu dürfen.

Seit Wochen steht ihr Geburtstagsgeschenk bereit, eingeflogen von Paris, wunderschön verpackt und wartet. Ich kann es kaum erwarten ihre Augen zu sehen wenn Sie es öffnet. Ich bin sicher sie wird aus dem Häuschen sein, weil sie nie im Leben damit rechnet.




In diesem Sinne liebe Alisha happy Birthday.


bis bald Karin



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Hangover / 132

Nach einem Geburtstagsfest haben viele einen "Hangover", gut wir hatten gestern nicht so gefeiert dass wir einen gehabt hätten.

Mit einem wunderbaren Abendessen, im Restaurant Giardino Kursaal Bern und einem guten Wein, haben wir es uns richtig gut gehen lassen. Heute war trotzdem ein "Hangover" Tag, aber eigentlich mehr wegen dem Wetter, ich war nicht wirklich motiviert etwas zu tun. Ich las etwas, begab mich vom Sofa in die Küche, für einen kurzen Besuch zu meinem Sohn und wieder heim aufs Sofa.

quelle:pinterest.com

Als ich plötzlich merkte, dass ich einen total gemütlichen Tag hatte und mich sogar noch sehr gut dabei fühlte, wurde mir klar, dass ich auch da wieder einen Schritt vorwärts gemacht habe. Denn einfach so einen Tag "verplämperln" das gab es bei mir nicht. Also habe ich meinen inneren Trieb, immer vorwärts und etwas tun, noch etwas mehr losgelassen. 

Für mich ist es sehr interessant diese verschiedenen Prozesse, welche mein Loslassen-Projekt, in Gang gesetzt hat zu beobachten. Sogenannte Prozessarbeit oder auch Projektarbeit, geht Schritt für Schritt in eine Richtung, welche Geduld, Gelassenheit und ein stetiges dran bleiben benötigt. Ich für mich habe auch noch gelernt eine grosse Portion Humor mit zu nehmen.

bis bald Karin



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Freitag, 21. Oktober 2016

Kann passieren / 134

Heute war mein Wäsche tag. Wie immer geht das jeweils raz faz, Kleider in die Maschine und dann Programm starten. Als ich so meinen zweiten Berg der Wäsche anschaute dachte ich, komisch irgendwie habe ich gemeint da sei noch ein Woll-Debardeur dabei gewesen.

Wohl nicht, ich ging nochmal nachschauen ob ich den unterwegs verloren hatte beim Wäsche einsammeln. Jedoch nichts. Ich ahnte böses, oh mein Gott. Das darf doch nicht wahr sein, ist der jetzt bei der 60er Wäsche mit drin. Bitte nicht!!!!


quelle:Ehmers Blog

Es blieb mir nichts anderes übrig als zu warten bis die Maschine fertig war. Mit Herzklopfen öffnete ich die Tür, nahm Stück für Stück raus und es war Tatsache. Der kleine süsse Woll-Debardeur war wieder sauber.

Ich versuchte ihn in Form zu ziehen und hoffte Erfolg zu haben. Es blieb bei der Hoffnung. Es ist einmal mehr bewiesen das man Woll-Stücke nicht auf 60 Grad waschen sollte, ausser sie müssen unbedingt kleiner werden.

Somit ist klar das ich diesen Debardeur loslasse.


bis bald Karin



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Donnerstag, 20. Oktober 2016

Stand by me / 135

Heute war ich wieder einmal ab mir selber überrascht. Ich hatte ein Telefongespräch mit einer entfernten Bekannten. Ich höre nur sehr selten etwas von ihr, vor allem wenn es ihr nicht gut geht. Dies war heute wieder einmal der Fall.

Nach etwa fünf Minuten, fragte ich sie ob sie denn auch etwas gutes zu erzählen hätte. Da wurde es still am andern Ende. Ich war auch gerade etwas überrascht über die Ruhe. Nach kurzem Nachfragen ob sie noch da sei, kam ein ja.

In ein paar kurzen Sätzen erklärte ich ihr, dass ich mir nicht länger Zeit nehmen möchte um ihre Probleme anzuhören. Sie war sehr erstaunt über meine Reaktion, denn früher hörte ich mir das gefühlte Stunden an.  Sie fragte mich ja warum denn nicht. Darauf hin erzählte ich ihr von meinem Blog und dass ich an meinem Loslassen-Projekt arbeite und genau solche Telefonate wie dieses stehe auch auf meinem Projektplan.

Ich hatte kein Bedürfnis mich zu rechtfertigen. Ich wünschte ihr alles Gute und sagte ihr, dass ich mich freuen würde, wenn sie mich mal anrufen würde, wenn es ihr gut gehe.


quelle:karinmeister

Es fiel mir schon viel leichter es aus zu sprechen als noch im September-Blogartikel. Es ist für mich ganz faszinierend wie ich jetzt immer wieder alte Muster vor die Füsse, oder heute ans Ohr, erhalte um zu testen ob ich standfest bin. Ich bin diesen Menschen sehr dankbar, dass ich durch sie üben darf bei mir zu bleiben. Denn jeder Mensch, jede Situation einfach alles hat eine Botschaft, die Frage ist nur, ob ich sie erkenne.

bis bald Karin



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Mittwoch, 19. Oktober 2016

Restposten / 136

Mein neuer Zaun steht jeeeiii. Ich habe eine riesen Freude, vor allem weil er fast nicht sichtbar ist. Er fügt sich wunderschön in das Gartenbild ein und erfüllt seinen Zweck als Schutz für Kisha, damit sie ihre Grenzen kennt.

Unser Gärtner hat wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Heute habe ich die restlichen Holzstäbe und Gitterzaun zusammen gepackt. Denn wir haben etwas zu viel eingekauft. Früher hätte ich die Resten fein säuberlich aufbewahrt für den Fall, dass der Zaun irgendwo kaputt gehen würde.



quelle:karinmeister


Da ich ja im Jahr des Loslassen bin, war mir die Entscheidung sehr einfach gefallen anders zu handeln. Ich packte alles in mein Auto und brachte die Reststücke zurück. Ich hatte ein ganz gutes Gefühl dabei und bin glücklich das es mir so einfach gefallen ist.

Ja loslassen fällt mir wirklich immer leichter.

bis bald Karin



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Dienstag, 18. Oktober 2016

Telefontag / 137

In meinem Geschäft habe ich sogenannte Telefontage. An diesen Tagen, bin ich am Briefe schreiben und telefonieren, eigentlich mehr am telefonieren. How ever. Wenn ich nun so zurückblicke auf die Zeit vor meinem Burnout, hat sich da einiges geändert.

Vorher war ich immer etwas nervös vor diesen Anrufen, denn ich hatte ja eine klare Absicht, ich wollte einen neuen Kunden gewinnen. Im Nacken sass mir dabei stets meine Existenzangst, dass ich meine Rechnungen nicht bezahlen könnte oder nicht genug Geld zum Leben da sei.


quelle:tynihuelle

Heute ist es so, dass ich viel lockerer an diese Anrufe gehe. Ich habe meine innere Einstellung (Attitude) geändert. Ich weiss, dass ich ende Monat eine gewisse Summe auf meinem Konto brauche um meine Zahlungen zu erledigen und noch Geld zum Leben brauche. Jedoch lies ich die Existenzangst los. Denn heute bin ich der Ansicht, wenn ich meinen Verpflichtungen nachkommen soll, wird auch genügend Geld da sein um dies zu erledigen. Ich sehe es heute so, solange ich arbeite und mein bestes gebe werde ich auch Kunden haben die gerne bereit sind mein Honorar zu bezahlen. Mir ist sogar aufgefallen, dass sich meine Haltung beim telefonieren verändert hat, manchmal gehe ich in meinem Büro auf und ab, manchmal stehe ich auf meiner Laube, manchmal sitze ich, ganz wie es mir gerade wohl ist.

Vorher war ich verbissen auf meinem Stuhl kleben geblieben.

Der heutige Telefontag war für mich eine richtige Erleuchtung, und ich habe wieder einen Schritt zu mir gemacht und mich von der Existenzangst entfernt. Ob sie ganz weg ist weiss ich im Moment gerade nicht, auf jeden Fall fühlt es sich besser an.

bis bald Karin



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Swisscom Router / 138

Internet, Wi-Fi, usw. sind so wichtige Worte in unserem täglichen gebrauch. Überall braucht der Mensch heute Internet, um erreichbar zu sein, um arbeiten zu können, um etwas nach zu lesen, um über die Social-Media zu kommunizieren. So auch ich.

Seit einiger Zeit ist das mit unserem Internet so eine Sache gewesen, mal ging es mal nicht. Zum Arbeiten die reinste Katastrophe. Klar habe ich immer wieder Wege gefunden um weiter arbeiten zu können. Doch ich habe einen Vertrag mit Swisscom und zahle monatliche Gebühren dafür. Also rief ich am Freitag an und beklagte mich, der Swisscom Mitarbeiter schaute sich die Sache an und sagte, es müsse ein Techniker vorbei kommen. 

Dieser Tag war dann heute, der Techniker kam heute morgen vorbei schaute sich die Sache an und war der Meinung, dass mein Mitarbeiter Router ersetzt werden müsse, er tauge nicht mehr. Also ersetzte er den Router mit einem neuen und siehe da mein Internet geht wieder einwandfrei. Ohne dass ich irgendwelche Wege suchen muss um weiter arbeiten zu können.


quelle:swisscom

Hätte ich doch viel früher angerufen, so hätte ich mir viele Ärgerstunden ersparen können. Habe gerade zwei Dinge wieder einmal vor Augen geführt erhalten. 

  • Erstens zuerst schauen ob ich etwas verändern kann. 
  • Zweitens wenn nicht an diese Stelle gelangen, die etwas ändern kann.
Ich habe immer wieder den Drang selbst zu schauen, dass ich das Problem lösen kann, doch es gibt einfach Bereiche, wo es Spezialisten dafür gibt und die sind ja für das da. Also den Anspruch an mich, alles selber können zu müssen losgelassen. Auf jeden Fall mal in diesem Bereich:))

bis bald Karin



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Sonntag, 16. Oktober 2016

Lammfell / 139

Die Abende sind schon recht kühl. Wir sind eine Familie die zu jeder Jahreszeit draussen sitzt auch abends. Dafür richten wir es uns meistens sehr gemütlich ein, mit warmen Decken, Kissen, Lammfell und warmem Tee.

Da bei mir nicht mehr so viel Betrieb ist, habe ich heute 2 neue Lammfelle an meine Tochter verschenkt. Neu, ja denn ich war der Meinung ich hätte keine Lammfelle mehr und kaufte welche. Als ich dann die warmen Decken hervor holte, stellte  ich fest, dass doch noch welche in bestem Zustand da waren. Ich wusste genau das meine Tochter noch keine Lammfelle hatte für Ihre Gartenstühle draussen. Also rief ich sie an und mit Freude kam sie die Lammfelle abholen. Ich gehe davon aus, dass die heute Abend gerade eingeweiht werden.

quelle:karinmeister

So hatte ich keinen Fehlkauf gemacht, sondern ein unbewusster Geschenkkauf. So macht loslassen einfach Spass.

bis bald Karin



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Samstag, 15. Oktober 2016

Helfende Hände / 140

Küchenschubladen immer wieder mal auf zu räumen und entrümpeln, das mache ich gerne. Ich begegne da Utensilien, wo ich mich frage wie die zu mir kamen, oder wie lange ich die schon habe und wie selten ich sie gebrauche. Auch wenn ich sie zum Teil selten gebrauche, kommen immer wieder Tage wo sie benützt werden. Also trenne ich mich nicht von diesen. Doch heute lies ich helfende Hände los. 

Mein Sohn fand sie von Anfang an doof, unpraktisch und benutzte sie nie. Zur Zeit werden sie zum spielen verwendet von der Kleinen meiner Nichte. Heute entschied ich mich aber sie weg zu werfen. Es gab noch andere Kleinigkeiten die aus den Schubladen entfernt wurden, keine der Dinge hatte aber so eine Familiengeschichte an sich wie diese helfenden Hände.

quelle:karinmeister

Viele Witze und Missbrauch musste diese ertragen, nun ist aber fertig damit. Darum einfach tschüss und danke.

bis bald Karin



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Freitag, 14. Oktober 2016

Gewinn, Vorteil / 141

Manchmal lässt man unfreiwillig oder freiwillig schnell los. Zum Beispiel, wenn etwas zerbricht, ein Glas usw., oder wenn eine Beziehung aus ist, wenn ein Termin platzt, wenn jemand stirbt usw. Es gibt Momente im Leben wo man nichts mehr tun kann, da bleibt nur noch Leere. In diesen Momenten ist es manchmal schwierig, dies aus zu halten, oder man geniesst diese Momente. Genuss wenn ein Termin vielleicht abgesagt wurde, fast nicht aus zu halten wenn jemand stirbt.

Ich habe in den letzten Monaten gelernt solche Momente der Leere aus zu halten, vor allem wenn es unfreiwillig geschah. Aber auch wenn ich etwas entsorgt habe und es Platz gab. Für mich stellte sich dann jeweils die Frage, was genau habe ich jetzt dafür gewonnen oder welchen Vorteil habe ich. Es gab Momente wo ich gerade kein Gewinn/Vorteil finden konnte, doch meistens nach einiger Zeit, manchmal noch in der gleichen Stunde fand ich etwas.

Heute beschäftigte ich mich etwas mit diesem Gewinn/Vorteil, wenn ich loslasse. Für mich konnte ich sagen, eigentlich gewinne ich immer wenn ich loslasse. Es geht nur um meine innere Haltung, Attitude wie ich damit umgehe. Sehe ich in allem eine Chance oder etwas ganz kleines positives. Wenn ich bereit bin etwas positives zu finden, kann ich etwas leichter durchs Leben reisen.

Mir fällt loslassen immer leichter und manchmal merke ich gar nicht mehr richtig was ich loslasse, weil ich es nicht mehr festhalte. Eine interessante Sache ist mir noch aufgefallen an meinem Körper seit meinem Loslassen-Projekt. Meine Hände sind irgendwie weicher geworden, ich meine nicht die Haut, weniger verkrampft und viel geschmeidiger. Es ist gerade etwas schwierig in Worte zu fassen, es fühlt sich einfach so an. Auch habe ich weiter Gewicht verloren ohne etwas an der Ernährung verändert zu haben. Ich habe auch das Gefühl mein Gang, also meine Bewegungen sind geschmeidiger geworden, alles leichter.


quelle:karinmeister

Wenn ich heute etwas in die Hände bekomme oder kaufe weiss ich schon, dass ich es wieder loslasse und so entsteht eine ganz andere Beziehung. Es fühlt sich als ein viel grösseres Geschenk oder Ehre an etwas einen Moment in meiner Umgebung oder bei mir haben zu können. Das beginnt eigentlich schon am Morgen wenn ich aufwache, jeder Tag ist für mich heute ein Geschenk, welcher ich am Abend wenn ich einschlafe wieder loslasse. Die Erinnerungen in mein Herz präge und dankbar bin.

Heute bin ich mir so richtig bewusst worden, das Loslassen ein riesen Geschenk ist und ich in einer grossen Fülle leben kann.

Es kann sein, dass dieser Blogeintrag für dich eventuell etwas komisch erscheint, ich lasse das aber gerade wieder los, denn es kann ja auch sein das du dies in einer Art und Weise nach voll ziehen kannst, die mir noch nicht bekannt ist.

bis bald Karin



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Donnerstag, 13. Oktober 2016

Gefühl / 142

Ein Gefühl und die Stimmung dazu beschreiben, das versuche ich heute. Vielleicht kennst du das.

Ich sitze im Auto und fahre auf der Autobahn, dazu höre ich Musik und bin etwas in Gedanken, nichts weltbewegendes. Plötzlich, für mich aus dem nichts, nehme ich wahr wie sich in meiner Brustgegend ein wohliges Gefühl ausbreitet. Es ist warm, es ist entspannt, es ist ein ganz sanftes kribbeln. Dazu läuft Musik die mich zusätzlich in gute Stimmung bringt, von Pegasus Streets of my hometown. Das wohlige Gefühl arbeitet sich langsam zu meinem Kopf hoch, auf der Höhe der Augen, geschieht plötzlich, etwas fast unbeschreibliches. Es kommt mir vor als ob sich ein Deckel wie von einem U-boot hebt und ein Zuckerstock entfacht sich, welcher sich über und in meinen ganzen Körper ausbreitet. (Nein ich nehme keine Drogen, keine Angst:)). Das gute Gefühl breitet sich über all in meinem Körper aus. Ein Gefühl das mich schweben lässt, ein grosses Lächeln über meinem ganzen Gesicht. Dieses Gefühl festhalten geht nicht, ein Gedanken daran, wie so sollte es sein, und weg ist es. Ich kenne dieses Gefühl seit längerem immer wieder, doch heute lies ich es einfach geschehen ohne etwas zu wollen. Deshalb konnte ich es wohl auch geniessen. Weil ich nichts festhalten wollte. Denn nicht festhalten ist auch loslassen. 


quelle:drbeat.li

Gefühle und Stimmungen ob angenehm oder unangenehm ziehen vorbei, diese bewusst wahrnehmen ist etwas, was ich gelernt habe. Je bewusster und klarer sie realisiere, je mehr kann ich sie annehmen und gehen lassen. Denn es geht vorbei, wie es Anderas Bourani singt mit hey

Mein Coach, den ich hatte während meiner Rehazeit, fragte mich mal ob ich ein gutes Gefühl für ihn beschreiben könne. Ich konnte es nicht richtig nur so, ja manchmal habe ich eines wenn ich im Auto sitze und Musik höre, ab und zu mal. Das war meine Beschreibung.

Heute genoss ich einfach mein Flow und Glücksgefühl und konnte es sogar beschreiben.

bis bald Karin



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Mittwoch, 12. Oktober 2016

Kernfrage / 143

Heute morgen hatte ich ein Telefongespräch mit einer Bekannten von mir, die meinen Blog regelmässig liest. Sie fragte mich wie ich das bloss tue täglich etwas loslassen, das sei doch ein riesen Aufwand, sich jeden Tag etwas zu überlegen und zu verändern. Dies war die Kernfrage, wir sprachen noch über weitere Dinge bezüglich meines Loslassen-Projekt.

Ich erklärte ihr, dass es für mich nicht aufwändig sei und ich es einfach tue. Ich kann mich noch erinnern, dass mein Sohn am Anfang dieses Projektes eine ähnliche Frage hatte. Ob ich mir da nicht zu viel auflade, mit täglichem bloggen und noch aktiv etwas loslassen. Dies könnte wieder eine Belastung sein, ich hätte doch schon genug um die Ohren. 

Für mich war von Anfang an klar, wenn der Moment kommen sollte, dass es eine Belastung wird, würde ich aufhören ohne schlechtes Gewissen. So nahm ich mir schon mal einen grossen Druck weg. Ich habe also die Freiheit jeder Zeit damit auf zu hören.

Nun wenn ich an die Anfangszeit zurück denke war es doch so, dass ich viele materielle Dinge losgelassen habe. Quer durchs Haus, durch die Schränke und Schubladen, Garage usw. Das war relativ einfach und denke ich, kann jeder für sich auch tun ohne grosse Mühe. Sobald jedoch die groben Dinge weg sind und es dann an Stücke geht die einem am Herzen liegen wird die Herausforderung schon grösser. Ich habe mich da auch beim einen oder anderen Stück überwunden. Doch für mich wurde bald mal klar, je mehr ich los liess je besser ging es. Ist fast wie Fahrradfahren, je mehr ich übe desto besser geht es.


quelle:meineimmobilie.de

Meine Motivation, weshalb ich dieses Projekt begann war klar, reisen mit leichtem Gepäck. Diese Motivation ist noch heute sehr stark. Gerade wenn ich an gestern denke, an die Mulde.

Meine Haltung zu meinem Projekt ist immer noch die gleiche, ich kann mit viel weniger leben, ich kann mich verändern und vor allem, ich bin gesünder wenn ich weniger Ballast mit mir umher schleppe. Also meine Haltung und meine Motivation sind auf einer für mich gesunden Basis und darum ist es wohl für mich keine Belastung.

Dadurch, dass ich es täglich tue, ist es für mich wie Zähneputzen geworden, es gehört zu mir und fällt mir dem entsprechend leichter. Das Schreiben ist für mich auch befreiend und macht mir Spass, darum auch keine Belastung. Ich habe zu dem aufgehört die Tagesschau am Abend zu schauen, nicht weil es mich nicht interessiert was in der Welt geht, nein weil dies meistens meine Schreibzeit ist. Diese Schreibzeit tut mir viel besser, als die vielen negativen Bilder und Nachrichten.

Loslassen ist keine Stunden lange Arbeit, es ist mit materiellen Dingen eine Entscheidung und ein Tun. Mit alten Mustern und Angewohnheiten sieht es etwas anders aus. Dies sind Prozesse, die in der Tat manchmal sehr anstrengend sind und auch Wiederholungsschleifen. Doch auch da lohnt es sich für mich dran zu bleiben, denn ich werde wirklich immer leichter ums Herz und im Körper. Meine Kreativität und Lust, aktiv sowie passiv zu sein, sind so in ein gesundes Maas gekommen. 

Heute kann ich sagen, dass dieses Projekt für mich eine sehr gute Entscheidung war und ich mit grosser Freude weiter mache. Heute lies ich übrigens wieder einmal eine Vase los, die mir aus den Händen gefallen ist, schade aber weg ist weg.

bis bald Karin



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Dienstag, 11. Oktober 2016

Die Mulde / 144

Ich knüpfe noch mal an den gestrigen Beitrag an. Auf meinem heutigen Spaziergang, ging ich an dem Haus vorbei wo die ältere Frau von gestern wohnte. Mir schnürte es etwas den Hals zu. Denn es stand eine grosse Schuttmulde vor ihrem Haus welche gerade aufgeladen wurde. Es war mir sofort klar, dass dies all ihre Dinge waren die sie nicht mit nehmen konnte ins Altersheim. Die Frau hatte ich leider nicht mehr gesehen. War vielleicht auch besser so.


quelle:entsorgung-sarganserland.ch

Ich überlegte dann kurz für mich, wenn ich mein Leben in ein paar Koffer oder Kisten packen müsste ob ich Wehmut hätte. Vor allem für was ich mich entschieden würde. Ich dachte die Gedanken noch etwas weiter, was wäre wenn unser Haus abbrennen würde und wir nichts mehr hätten? Im ersten Moment wurde ich sehr unruhig über diese Gedanken, doch plötzlich wurde ich ganz still. Ich merkte, dass dies alles nur Dinge wären, die ich nicht mehr hätte. Ja und klar wir sind gut versichert und könnten wieder kaufen was wir brauchen würden. Es geht aber nicht um das, es ging mir darum was es in mir auslösen würde.

Sicher Trauer, denn das eine oder andere Stück würde ich vermissen. Was genau? Ja jetzt lachst du vielleicht. Aber ich habe noch Zeichnungen und einige Stücke, die ich von meinen Kindern erhalten habe als sie noch klein waren. Um die wäre es sehr schade, denn die können nicht ersetzt werden. 

Also ging ich nach hause nahm meine Kiste hervor mit den Dingen drin von meinen Kindern und schaute mir diese wieder einmal an. Sorgfältig legte ich diese dann wieder zur Seite und wusste, das diese Dinge mit mir mitkommen würden. 

Der Rest meiner Dinge kann ich heute sagen wenn es weg wäre, wäre es so. Ich weiss vor ein paar Monaten hätte ich dies noch nicht so locker gesagt. Aber heute auf meinem Weg, ist mir sehr bewusst, das alles seine Zeit hat, das alles vergänglich ist und das ich alles früher oder später loslassen werde. Ich stelle auch fest das ich eine ganz andere Beziehung zu Dingen erhalten habe. Klar bin ich immer noch traurig wenn etwas kaputt geht, was ich gerne um mich habe, jedoch rege ich mich nicht mehr so auf.

Ich stelle auch fest, dass das Loslassen mir so in Fleisch und Blut über gegangen ist, das ich es zu Teil gar nicht mehr bemerke wenn ich es tue.

Für heute lies ich diese Frau aus meinen Gedanken ziehen, denn sie hat mich nicht losgelassen, sonst wäre ich nicht nochmals dort vorbei spaziert. Dieses loslassen fällt mir zwar immer noch etwas schwierig, jedoch ist es für mich besser es zu tun.

bis bald Karin



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Montag, 10. Oktober 2016

Begegnung / 145

Es gibt Momente im Leben wo ich alle to do Listen einfach über Bord werfe. Heute war so ein Tag. Ich ging am Nachmittag mit Kisha spazieren, eigentlich waren ein etwa 45 Minuten geplant. Wir zogen los für unsere Runde. Plötzlich kam uns auf dem Weg eine ältere Frau entgegen, ganz alleine. Sie hielt an und grüsste freundlich und begann mit Kisha zu sprechen. Ich sah der Frau einen Moment zu und bemerkte eine ganz spezielle Stimmung, ich kann das jetzt gar nicht in Worte fassen. Auf jeden Fall wusste ich ganz plötzlich das geht länger. 

Wir kamen ins Gespräch und das eine Wort gab das andere. Ich fragte sie dann ganz spontan ob sie noch ein paar Schritte mit uns gehen möchte. Ihre Augen begannen zu leuchten und ein Lächeln zog über ihr Gesicht. Sie meinte sehr gerne aber sie sei gar nicht mehr gut zu Fuss. Da sah ich schon als sie uns entgegen kam. Ich bot ihr an bei mir ein zu hängen um etwas mehr Sicherheit zu haben. Sie erzählte sehr viel von sich auf unserem weiteren Weg, in ganz kurzer Zeit wusste ich ihr halbes Leben. Die 45 Minuten waren schon längst um die geplant waren. Meine Telefongespräche die ich noch erledigen wollte waren auch zum vergessen für heute. "Jä nu so de haut." Ich begleitete diese Frau bis zu Ihrer Haustür. Mit einem sonnigen Lachen auf ihrem Gesicht nahm sie mich in die Arme und bedankte sich für den Spaziergang. Sie drehte sich nochmals kurz um und meinte, dies sei ihr letzter Spaziergang in der Freiheit gewesen, morgen müsse sie ins Altersheim und ich könne mir ja selber vorstellen wie es dort zu und her gehe. 

quelle:karinmeister

Ich kehrte nochmals um und fragte sie wie sie das meine. Sie erklärte mir wie das dort dann gehe und sie freue sich gar nicht, aber es gehe nicht mehr anders und es sei schon in Ordnung so. Ich war total verwirrt. Doch für sie schien alles gut zu sein. Nochmals bedankte sie sich für diesen schönen Spaziergang, an den werde sie sich gerne zurück erinnern. Da ich nun weiss in welchem Altersheim sie ab morgen sein wird, werde ich mir sicher mal die Zeit nehmen um mit ihr einen Spaziergang zu unternehmen wäre ja gelacht, das dies ihr letzter Spaziergang in Freiheit gewesen sein soll.

Heute habe ich mehrere Lektionen gelernt und bin so froh habe ich meine to do Liste einfach los gelassen und bin meinem Herzen gefolgt.

bis bald Karin



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Sonntag, 9. Oktober 2016

Die Tasse / 146

Es hat geklappt, wow bin gerade etwas am Fliegen. Das Messer hat gefruchtet, siehe Bericht vom  Freitag / 148. Heute morgen stand eine riesen Kaffeetasse unter der Kaffeemaschine die etwa 1 cm. gefüllt wurde mit Kaffee. Der Kaffee floss in aller Ruhe hinein und ich musste schmunzeln. Ja er hat diese grosse Kaffeetasse, erhalten von meiner Tochter, und ja er gebraucht sie für seinen kleinen Kaffee. Keine Frage ob es ein Verhältnisblödsinn sei, nein ein Lächeln und ein gutes Gefühl dazu.



quelle:karinmeister

Ich hatte richtig Freude daran, als ich merkte, dass ich losgelassen habe. Meine innere Haltung zu der Grösse eines Gegenstand hat sich verändert. Ich dachte an mein Auto und war nochmals erfreut, dass ich darüber lächeln konnte.

Es lohnt sich, sich mit seinem Ärger auseinander zu setzen und zu schauen was wirklich dahinter steckt. Ich hoffe, ich konnte dich etwas ermuntern genau hin zu schauen.

bis bald Karin



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Samstag, 8. Oktober 2016

Ausgebremst / 147

Für Heute hatte ich mir recht viel vorgenommen. Am morgen einen kleinen Zaun kaufen gehen, für Kisha, da es in unserem Garten sehr viel Freiraum gegeben hat. Sprich viele freie Lücken, um auf Entdeckungsreise zu gehen. Was einerseits für Kisha sicher sehr interessant wäre und anderseits auch gefährlich werden kann. Das Zaunmaterial ist gekauft und bereit. Jedoch konnte ich die Arbeit nicht ausführen. Zwei Gründe warum nicht:

1. Ich hatte/habe heute den ganzen Tag heftige Kopfschmerzen.
2. Unser Gärtner kam noch rasch vorbei und meinte, er werde den Zaun für uns gleich setzten nächste Woche.

quelle:deutscherwein.de

Perfekt so konnte ich meine geplante Aufgabe für heute gleich loslassen im Wissen, dass es gut erledigt wird. Meine anderen Arbeiten die ich noch erledigen wollte, lies ich auch gleich los, denn meine Kopfschmerzen hörten trotz Tablette und Entspannungsübungen nicht auf.

Darum ist mein Post heute auch kurz und knapp.

bis bald Karin



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Freitag, 7. Oktober 2016

Riesen Messer / 148

Es gibt Tage da rege ich mich ab so kleinen Dingen auf die wirklich lächerlich sind. Komischerweise sind es immer wieder gleiche Situationen, wie zum Beispiel heute morgen:
Ich kam in die Küche und da lag ein Schneidebrett und ein riesen Messer, welches gestern Abend spät noch gebraucht wurde, nicht von mir.

Es ist ja das eine dies nicht weg zu räumen, aber was für mich viel schlimmer ist und jetzt kommt's, so ein riesen Messer für ein wenig Käse ab zu schneiden. Für mich ein totaler Verhältnisblödsinn. Wohlverstanden für mich! Ich kann nicht nachvollziehen warum es ein so grosses Messer dafür braucht. Siehst du was ich meine? Es ist eine Kleinigkeit die für mich etwas Riesiges auslöst. Ich habe auch schon gefragt warum so ein riesen Messer für so etwas Kleines. Die Antwort war: Einfach.

Vielleicht könnte ich das verstehen wenn wir nur ein Messer hätten, oder kein Käsemesser hätten, oder keine Schnitzer, alles vorhanden, mehrfach! Aber nein, es muss dieses riesen Messer sein.


quelle:kochmesser-shop

Zurück zu mir, was es in mir auslöst, Kopfschütteln, Unverständnis, ein grummeln im Bauch, dann ganz langsam steigende Wut. Auf meinem Spaziergang ging ich dem ein wenig nach und siehe da, da kam etwas hoch, was ich eigentlich nicht hören wollte:

Wie gross ist dein Auto? Ist es ganz wirklich nicht viel zu gross für dich? Ok Volltreffer! Es ist gross, jedoch habe ich 100 Gründe dafür warum ich ein so grosses Auto habe:)) Kam gerade in den Rechtfertigungsmodus. Oder eben einfach nur EINFACH. Da war auch schon der zweite Punkt, ich muss mich nicht rechtfertigen warum ich ein grosses Auto habe, genau so wenig muss der Gebrauch des riesen Messer gerechtfertigt werden. Also doch wieder einmal mindestens zwei auf einen Schlag loslassen können und das schon kurz nach dem Aufstehen.

Es hat sich gelohnt etwas genauer hin zu sehen, was mich in Rage gebracht hatte heute morgen, ich bin überzeugt, wenn das Messer das nächste mal in Gebrauch ist für ein wenig Käse ab zu schneiden, wird sich ein kleines Lächeln auf meinem Gesicht zeigen. So kann ich es wohl loslassen mich darüber auf zu regen.


bis bald Karin






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Donnerstag, 6. Oktober 2016

Gärtner Teil 2 / 149

Heute habe ich es nicht mehr ausgehalten, ich wollte unbedingt in den Garten um zu arbeiten. Jetzt habe ich lange zu gesehen, wie der Gärtner arbeitet, aber heute ging es nicht mehr. Ich lies ihn seine Arbeit machen, die wir vereinbart haben, aber ich wollte mich meinen Blumen widmen. 

So begann ich mit der Umgestaltung von gewissen Ecken, setzte neue Pflänzli und hängte Laternen auf. Es sah mir einfach zu kahl aus, das hielt meine kreative Ader nicht aus. 

Ich genoss die Zeit im Garten sehr und konnte mich dem annehmen was ich am liebsten tue. Das war für mich richtig toll, die mühsame Arbeit wurde erledigt und ich konnte gestalten und walten wie ich wollte.


quelle:karinmeister

Ich hatte sogar Zeit am Nachmittag noch an der Sonne einen Kaffee zu trinken und ein nettes Gespräch mit meinem spontanen Besucher zu führen. Nebenbei wurde weiter gearbeitet und ich konnte das einfach geniessen. Ist doch auch schon wieder ein Schritt, ohne schlechtes Gewissen einen Kaffee zu trinken und dabei noch geniessen und loslassen.

Nach getaner Arbeit war ich fix und fertig, ich konnte mir eingestehen, dass es eine sehr gute Idee war mit dem Gärtner. Denn jetzt war auch mir klar, dass ich die anderen Arbeiten nicht geschafft hätte. Manchmal dauert es eben etwas länger bis ich ganz loslassen kann.

Ich bin sicher morgen kann ich den Gärtner noch besser arbeiten lassen. So geht alles Schritt für Schritt, Tag für Tag.

bis bald Karin



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Mittwoch, 5. Oktober 2016

Gedankengänge / 150

Es gibt Tage, da mache ich mir Gedanken über meine Zukunft. Das kann ganz banales Zeugs sein, wie zum Beispiel, was erwartet mich wohl alles im nächsten Jahr. Bin ich gesund, wo soll ich in die Ferien, habe ich genügend Aufträge, was koche ich morgen, wie sicher ist es in Zukunft in der Schweiz usw.?

Fragen dieser Art und andere stellt sich wohl jeder Mensch ab und zu. Bei den einen Fragen bleibe ich manchmal etwas länger hängen, wie Ferien, wer nicht? Bei anderen hofft man einfach auf Glück oder die passende Idee.

Gut ist bei mir, dass es nicht mehr nur VORSORGE Gedanken sind. Das Wort sagt es ja schon so schön vorsorglich mal sorgen. Denn genau diese Gedanken konnten mich lähmen oder in ein Gedankenkarussell bringen, welches kaum mehr aufhören wollte. Kennen sicher auch die Einen oder Anderen. 

Was bringen solche Gedanken mir, wie zum Beispiel was koche ich morgen. Solche Gedanken bringen mich vielleicht dazu mal in einem Kochbuch zu stöbern oder im Internet ein neues Rezept zu suchen und aus zu probieren. Da ich aber ja noch gar nicht weiss auf was ich morgen Lust habe zu essen, ist dieser Gedanken eigentlich viel zu früh. Als unser Haus noch voll war, war dies sicher schon rein organisatorisch eine bessere Idee zu wissen was ich kochen will. Ob es immer eine gute Idee war, sei dahin gestellt. Es beruhigte meinen Kopf, schon etwas erledigt zu haben, das war alles.

quelle:paradisi.de

Wenn ich mir so Gedanken mache, was auch absolut erlaubt ist, versuche ich heute mich nur kurz damit zu beschäftigen und bewusst diese Gedanken dann auch wieder zu beenden. Denn aus meiner Erfahrung, bringt es gar nichts mir so viele Gedanken zu machen, weil ich ja gar nicht weiss, was das Leben für mich bereit hält. Ich brauche nicht heute schon zu wissen ob ich genügend Aufträge habe, für was brauche ich genügend Aufträge und wieviel sind genügend? Wie sicher es in der Schweiz in Zukunft sein wird, weiss niemand, höchstens Tendenzen und die sind genau so unsicher wie das Wetter. 

Also kann ich mir diese Gedanken eigentlich sparen und sie sofort loslassen und mich besser damit beschäftigen, was ich im Moment wahrnehme und geniessen was ist. Denn eines ist sicher, das was gerade ist, kommt nicht mehr zurück. Noch etwas habe ich in dieser Zeit gelernt, ohne oder mit weniger solchen Gedanken, habe ich mehr Zeit mich mit Dingen zu beschäftigen, die mich im Moment erfreuen. Denn das Leben hat immer etwas Gutes für mich bereit, sofern ich es sehen will und die Augen und Ohren dafür offen habe, was in Gedanken eher nicht klappt.

bis bald Karin





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