Freitag, 6. Januar 2017

Kopfhörer / 58

Manchmal ist es wie verhext. Gestern Abend suchte ich meine Kopfhörer, vergebens, hatte sie einfach nicht mehr gefunden. Für mich unerklärlich also borgte ich mir die von meiner Tochter aus. Ich ging ins Bett machte meine Meditation. Während der Meditation fiel es mir sehr schwer bei mir zu bleiben, denn die verflixten Kopfhörer wollten nicht aus meinem Kopf.

Dann kam meine innere Stimme und meinte sei unbesorgt die sind schon irgendwo und werden sich wieder zeigen. Locker gesagt, denn für mich kam so ein ganz unangenehmes Gefühl hoch. Ich kannte das aus alten Zeiten, diese plötzliche Verwirrtheit, nicht mehr zu wissen wo ich bin, was ich gerade getan hatte usw. Ich stand nochmals auf suchte nochmals alles ab vergebens. Also wieder zurück ins Bett und so hörte ich noch etwas Entspannungsmusik und schlief dann ein. Loslassen konnte ich nur dank der Musik.


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Heute morgen ging dann die Suche von neuem los, alle halfen mit, nichts. Plötzlich kam mir eine Idee. Gestern Abend kamen Alisha und Kenneth noch zum Abendessen vorbei. Alisha steckte für Ihre Schwester noch ein Kleidungsstück ab um es zu kürzen. Ich sah plötzlich ein Bild vor mir, dass meine Kopfhörer mit Alisha nach Hause gingen.

Sofort rief ich sie an, sie schaute nach und meinte: "Klar doch, die sind im Kleid eingewickelt gewesen, keine Sorge bringe sie nachher gleich mit." Phuuu, mir fiel eine Tonne vom Herzen, denn das ungute Gefühl konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht völlig loslassen. 

Für dich hört sich das jetzt vielleicht alles nicht so tragisch an, ist es auch nicht wirklich. In mir übernahm einfach die Angst plötzlich die Führung. Die Zuversicht wusste jedoch genau, dass ich die Kopfhörer auf der Theke hingelegt hatte. Der Zweifler lies mich wieder einmal zappeln und konnte sein Spiel mit mir treiben. 

Nach dem Telefongespräch setzte ich mich einen Moment hin und atmete tief ein, schloss meine Augen und hatte ein ernsthaftes Gespräch mit meinem Zweifler. Ich konnte mich bei meiner Zuversicht bedanken und war sehr froh, dass sich meine Ängste nicht bewahrheitet hatten. Ich musste etwas schmunzeln, denn mir kam dann auch gleich die Frage der Bewahrheitung in den Sinn.

So erhielt ich schon in den ersten 5/6 Tagen eine Lektion verpasst und kann mich weiter üben im loslassen und vertrauen.

bis bald Karin



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