Time to let go, trust & enjoy

Freitag, 21. April 2017

Begegnungen

Nach einem wunderschönen Wandertag, ziehe ich Bilanz. Wandern mit Menschen, die ich bis heute nicht gekannt habe, das heisst nur der Organisator kenne ich bereits seit vielen Jahren. Menschen, die sich heute einfach mal frei genommen haben um vom Alltag ab zu schalten, um in die Natur zu gehen und sich aus zu tauschen. Wo gibt es das? Hier in der Schweiz. Es sind nicht Menschen, die einfach Freude am Wandern hatten sondern ganz andere gemeinsame Interessen. Digitale Nomaden, Menschen, die Ortsunabhängig arbeiten, sei es in der Schweiz oder zum Teil manchmal auch im Ausland. Ideen austauschen, einander gegenseitig inspirieren und das in der Natur, gleich vor der Haustür, für die einen. Von Thun nach Goldiwil und mit dem Bus zurück. Mit einem Brätliaufenthalt zur Mittagszeit, wo alle mit anpackten um ein wunderbares Feuer zu entfachen. Das Feuer zwischen uns war sofort entfacht, einfach weil wir gleiche Interessen hatten. Es passte einfach, es stimmte und war sehr bereichernd.

quelle:karinmeister

Immer wieder der tolle Ausblicke in die Bergwelt des wunderschönen Berner Oberland. Schon allein die Natur inspirierte uns immer wieder von neuem. Für mich persönlich gab es zwei wunderschöne Highlights zum Einen die Information, dass mein langjähriger Freund Vater wird und zum Andern die Bekanntschaft des 94 jährigen Max. Max gesellte sich zu uns während wir beim Volg auf den Bus warteten. Wir machten dort einen Boxenstopp, weil es in Goldiwil kein Restaurant mehr gibt. Max erzählte uns innerhalb von ca. 20 Minuten seine Lebensgeschichte welche sehr eindrücklich und emotional war.

Fazit von Max, seine Geschichten drehten sich immer wieder ums Reisen, wo er alles gewesen war und was er erlebt hatte. Genau diese Reisegeschichten erhalten ihn am Leben, weil seine Frau gerade erst verstorben ist und er sich sehr einsam fühlt. Er gestaltet jetzt Reisedokumentationen von seiner Zeit. Max berührte mich zu tiefst in meinem Herzen. Denn eines ist klar, die Reiseerlebnisse kann dir niemand nehmen, genau wie die Familienerlebnisse, die werden im Herzen getragen und können über schwere Zeiten helfen. Er will den nächsten Winter wieder in der Wärme verbringen, hat er uns erzählt, weil er das immer getan hatte mit seiner Frau. Doch dieses Jahr ging das leider nicht mehr.

Ein Mann mit so viel Lebenserfahrung, ein Mann der so viel erlebt hat, beruflich wie privat einfach eindrücklich. Eine Wanderung die Begegnungen gebracht hat auf meinem Lebensweg, die ich tief in meinem Herzen tragen werde.

Wie ist es oft auf Reisen im Ausland, irgendwo im nirgendwo, triffst du Menschen die dein Herz berühren. Menschen denen man nur begegnen kann, wenn man die Autobahn des Lebens verlässt. Begegnungen die man erlebt, wenn man ein time out nimmt vom ganz normalen Alltag, wenn man sich Zeit nimmt für sich. Es braucht einen Entscheid dazu mal etwas zu tun, was man sonst nicht macht. Traust du dich, ab und zu mal einen anderen Weg zu nehmen?

time to take another way... Karin



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Donnerstag, 20. April 2017

Body time

Wie geht es deinem grossen rechten Zehen? Ja, genau wie geht es ihm? Bewege ihn mal ganz kurz. So und was genau ist in dem Moment, wo du diese Frage gelesen hast in deinem Kopf los gegangen? Egal was abgelaufen ist, dein Kopf / Ego wurde mal ganz kurz aus dem Konzept geworfen, ich denke mal bei den meisten von uns. Weil wen interessiert es schon, wie es meinem Zehen geht? Dem Kopf / Ego ist das vollkommen egal, solange die Füsse marschieren und die Schuhe nicht drücken ist alles ok, aus der Sicht des Kopfes / Egos.

Doch was meint dein grosser rechter Zehe dazu? Endlich mal Aufmerksamkeit und nicht nur wenn der Schuh drückt oder ich die Zehe angeschlagen habe, also wenn er schmerzt. Aufmerksamkeit einfach mal so. Genau um das geht es mir heute. Wann schenke ich meinem Körper die volle Aufmerksamkeit und zwar nicht nur einem Körperteil sondern von Kopf bis Fuss.

quelle:karinmeister/wordswag

Ich für meinen Teil mache das täglich, entweder während meiner Meditation und, oder während meiner Yoga-Zeit. Ich bin mir schmerzlich bewusst geworden, dass ohne mein Körper genau gar nichts geht. Ich lernte auch, dass mein Körper mein bester Ratgeber ist. Darum ist mein Körper mir so wichtig und zwar im Innern wie im Äussern. Heute nehme ich mir für das Duschen und Eincremen viel mehr Zeit als früher. Denn mein Körper hat diese Zeit verdient, für das was er täglich leistet und mir ermöglicht. Ich achte auf meine Ernährung, denn mein Körper hat nur das Beste verdient. 

Meine Körperintelligenz ist für mich so wichtig geworden, dass ich viel mehr Wert auf diese Antworten und Reaktionen lege, als auf das was mein Kopf mir den ganzen Tag erzählt. Wenn mein Rücken zu schmerzen beginnt weil ich zu lange im Büro sitze in der gleichen Haltung und auch die Pausen und Dehnübungen nicht helfen, ist es Zeit Feierabend zu machen. Ja, ich weiss, dass nicht jeder Selbständig ist und sich die Zeit frei einteilen kann, so wie ich. Doch trotzdem bin ich mir sicher, dass dein Körper ebenfalls Antworten auf solche Hinweise für dich bereit hat. Lass ihn einfach mal zu Wort kommen und höre ihm zu. Am Besten nicht erst wenn er schmerzt, sondern frage ihn auch so mal, was würde dir jetzt gerade gut tun. Sei nicht erstaunt wenn du Antwort erhältst und vor allem tue was er sich wünscht. Schau was dann passiert...

Sei mal ganz ehrlich mit dir selbst, wie oft am Tag nimmst du dein Handy zur Hand und streichst und drückst auf ihm herum? Nimm dir vielleicht nur die Hälfte der Handyzeit für deinen Körper und schau mal wie es dir dann geht. Vielleicht geht es dir nach der Körperzeit besser als nach der Handyzeit. Am Besten mal ausprobieren über eine längere Zeit, so 28 Tage ist immer gut um etwas zu verändern.

time to take body time... Karin



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Mittwoch, 19. April 2017

Macht

Wem gebe ich Macht über mich? Grundsätzlich möchte ich niemandem Macht über mich geben, sondern bei mir selbst bleiben. Doch im Alltag sieht das leider etwas anders aus. Wie?

Da ist ein Autofahrer, ich bin schon etwas spät dran, der trödelt auf der Strasse rum und fährt einfach knapp 30 km/h statt 50 km/h. Zack und schon hat er Macht über mich, denn ich beginne mich zu ärgern. Wenn ich pünktlich losgefahren wäre, wäre der mir gar nicht erst begegnet. Doch dann hätte ich diese Lektion heute nicht erhalten. Denn wieder einmal mehr ist mein Mitmensch mein Lehrer. Durch diesen Autofahrer wurde mir nämlich so richtig bewusst, wie schnell ich doch die Macht einem anderen Menschen über mich gebe. Ich gestatte ihm, dass er mich ärgert. Ja genau, ich gestatte es ihm. Denn wenn ich wirklich bei mir gewesen wäre, hätte ich gewusst, dass nicht er das Problem war, sondern ich selbst, weil ich zu knapp losgefahren bin.

Klar darf ich wütend sein und diese Emotion auch leben, doch wäre es gesünder für mich meine Macht nicht so ab zu geben. Die rote Welle der Strassenampeln kam natürlich auch noch zum Einsatz. Doch an der zweiten Ampel beruhigte ich mich und musste über mich selbst lachen. Lachen ist ja bekanntlich in Stresssituationen gesund und baut Stress ab. So wurde ich ruhiger und konnte sagen, wenn ich zu spät bin ist es so und die Welt geht davon nicht unter.




Auf meiner weiteren Fahrt überlegte ich mir wo ich alles sonst noch die Macht so einfach an etwas oder jemanden abgebe über mich. Dies begleitete mich den ganzen Tag und da ich achtsam war, behielt ich die Verantwortung ganz bei mir. Ich lies niemanden in meinen Garten, um auf meinen Blumen rum zu treten. Achtsam den eigenen Garten zu pflegen und zu schützen ist eine wichtige Aufgabe um bei sich selbst zu bleiben. 

Wo und wem gibst du die Macht über dich? Sind es Personen, die Arbeit, das Geld, das Wetter, beobachte dich selbst einmal einen Moment lang. Es könnte sehr aufschlussreich sein für dich und dir genau zeigen wo du die Verantwortung wieder an dich nehmen kannst.

time to take responsibility... Karin



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Dienstag, 18. April 2017

Selbstbild

Heute machte ich mir einige Gedanken zu meinem Selbstbild. Denn ich habe da so ein Glaubenssatz in mir, der mich am weitergehen hindert. Es schleicht sich immer wieder ein Zweifel ein, dass ich da in einer bestimmten Situation nicht genügend Erfahrung habe. Wenn dann genau das eintrifft, an dem ich da zweifle und daran glaube, werde ich darin bestätigt.

Nun ist mir heute auf meinem morgen Spaziergang aus dem nichts plötzlich dieser Gedanke durch den Kopf geschossen. Was habe ich in genau dieser Situation für ein Selbstbild von mir? 

Da ich an mir zweifle, da mein Glaubenssatz ist, ich habe zu wenig Erfahrung wird es mir von aussen bestätigt. Ist ja klar, ich glaube da zu wenig an mich selbst und spreche es sogar noch aus. Wie soll denn da bitte schön mein Gegenüber glauben, dass ich genug Erfahrung habe?

Toll, schöne Erkenntnis! Wie ändere ich nun meinen Glaubenssatz positiv um? Ich musste gar nicht lange darüber nachdenken, denn er flog in meine Gedanken gleich rein.

"Mit meiner Erfahrung erreiche ich die Menschen, die genau meine Erfahrung brauchen!"

Phoooo und das am Morgen, einfach so, aus heiterem Himmel, bei kühlen Temperaturen. Ich spazierte weiter und konnte diesen Satz recht locker für mich aussprechen. Mein Zweifler (Sheldon), war gerade einen Moment sprachlos. Doch ich bin auch dankbar für Sheldon und habe ihm gerade einen klaren Auftrag erteilt. Dass er objektiv urteilen soll, wenn eine Situation eintritt, bei der ich unsicher bin und mich positiv unterstützen soll.


quelle:karinmeister

Es ging mir noch ein weiterer Gedanke durch den Kopf. Ich erhalte nichts vor die Füsse gelegt, was ich nicht tragen oder meistern kann. 

Mein Selbstbild, welches ich von mir habe, trage ich täglich mit mir rum. Es ist wichtig darauf zu achten, was ich über mich sage, denke oder wie ich mich selbst einschätze. Meinen inneren Begleiter klare Anweisungen zu geben, wo und wie ich Unterstützung brauche.

Dies kann ich am einfachsten sehen, wie mich meine Mitmenschen behandeln, denn in der Regel, behandle ich mich in einer Ecke auch so. Wie innen so aussen. Einmal mehr geht Veränderung wieder zuerst bei mir im Innern los, Schritt für Schritt. Alles nichts Neues, doch es sind eben die kleinen Nuancen, die so hartnäckig sind und Zeit brauchen.

time to change.... Karin



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Montag, 17. April 2017

Was wäre wenn?

Was wäre wenn ich wüsste wie die Sache ausgeht? Kennst du sicher auch, da siehst du dir eine Serie an und genau im spannendsten Moment ist fertig. Die Serien-Regisseure sind da richtig gut, so dass man kaum erwarten kann die nächste Folge zu sehen. In der Zwischenzeit hat man genügend Zeit um zu spekulieren wie es weiter gehen könnte.

Wie wäre es wenn ich schon heute meinen Todestag wüsste? Was wäre dann? Wie würde ich leben? Würde ich die Tage zählen, die noch bleiben und immer trauriger werden? Ich möchte das nicht wissen, ganz ehrlich. Stell dir mal vor, wenn du mich heute fragen würdest, wann siehst du dich auf dem Sterbebett und ich sagen würde in ... Jahren. Würdest du dann erschrecken? Möchtest du das von mir so genau wissen und wenn ja warum?

quelle:karinmeister

Was wäre wenn, wir schon alles wüssten? Könnten wir unsere Erfahrungen noch genau so erleben, wie wenn wir ins mehr oder weniger  kalte Wasser geworfen werden. Ich bezweifle das, denn die Herangehensweise wäre wohl eine andere. Es wäre wohl so, als ob mir stets jemand etwas ins Ohr flüstern würde, was ich als nächstes tun müsste. Das wäre so gar nicht mein Ding, und manchmal wäre ich trotzdem froh, wenn ich wüsste wie es weiter gehen wird. So ist eben Mensch, man möchte es wissen und trotzdem nicht.

Die Frage ist auch wie unser Miteinander dann wäre, wenn alle schon ihren genauen Plan wüssten. Wäre es dann eher ein Miteinander? Oder wäre es noch mehr ein Gegeneinander, weil wir ja schon wüssten, wer uns den Job wegschnappt oder so. Ich bin mir sicher, dass alles seine Ordnung hat und je weniger davon wissen wie es aus geht, desto besser, denn zu viele Köche versalzen ja bekanntlich die Suppe.

Die, was wäre wenn, Frage ist für mich eine Frage, wo ich meine Phantasie walten lassen kann in verschiedenen Varianten. Genau diese Phantasie regt meine Kreativität an und lässt mein Leben farbig und abenteuerlich werden. Wann hast du dir das letzte Mal die Frage "was wäre wenn" gestellt und bist kreativ geworden?

Was wäre wenn du den heutigen Tag so richtig friedlich und gemütlich an gehen würdest? Wie würde dann dein Tag aussehen?

time to be creative....Karin



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