Time to let go, trust & enjoy

Montag, 14. August 2017

Normal oder natürlich

Nach einer erlebnisreichen Sommerpause bin ich wieder am Schreiben. Ich habe viele Erkenntnisse erhalten und einiges was ich mit dir teilen möchte. So wie heute, meine Gedanken über die zwei Worte normal und natürlich. Für uns ist vieles normal und einiges natürlich doch zwischen den beiden Worten gibt es einen markanten Unterschied. 

Es ist in unseren Breitengraden natürlich, dass ein Baum im Herbst seine Blätter verliert, im Winter kahl ist, im Frühling blüht und im Sommer Früchte trägt. Es ist für uns natürlich, dass sich einige Vögel im Herbst sammeln und gegen Süden fliegen um dort zu über wintern. Es ist natürlich, dass die Frauen Kinder austragen. Es ist für uns natürlich in der Nacht zu schlafen und während des Tages wach zu sein. Alles was natürlich ist, unterliegt einem Naturgesetzt. Was ist aber normal? Normal ist eine  persönliche, gesellschaftliche, religiöse, politische usw. Wertung. Über normal lässt sich streiten, über natürlich nicht.



In einigen Ländern ist es normal das Kinder arbeiten, in andern ist es normal das dies verboten ist. In einigen Ländern ist es normal eine Siesta zu halten, in andern Länder ist es normal über die Mittagszeit zu arbeiten. Für einige Menschen ist es normal, dass der Mann das Geld nachhause bringt und die Frau zu den Kindern schaut. Andern Ortes ist es normal, dass beide für die Kinderbetreuung zuständig sind sowie für das Familieneinkommen. Es kann aber auch normal sein, dass der Mann zu den Kindern schaut und die Frau das Geld nachhause bringt. Was ist jetzt eigentlich normal und was nicht? Normal ist das was wir als normal bezeichnen. Ob ein Mensch normal ist, ist ebenfalls eine Wertung. Wenn ein Mensch etwas tut oder eben nicht tut, was nicht normal ist, ist er abnormal, passt nicht in die Norm / Gesellschaft und wird bewertet abgewertet. 

Normal ist alles was nicht auffällt oder aus dem Rahmen fällt. Normal kann auch sein wenn ein Mensch immer wieder abnormal handelt, auch das wird zur Normalität. Mir wurde die Frage gestellt, auf einem walk & talk, ob es normal ist, dass die Arbeit uns heute krank macht? Meine Antwort darauf war ja und nein. Es gehört zur Normalität, dass uns arbeiten krank machen kann. Es ist aber nicht natürlich. Eine Arbeit die unserer Natur entspricht, Arbeitsbedingungen und die Freude die unserer Natürlichkeit entsprechen können nicht krank machen. Erwartungen die heute als normal bezeichnet werden, können krank machen. Es geht im Grunde darum ob meine Arbeit meiner Natur entspricht oder ob ich einen normalen Job mache, der unnatürliche Erwartungen an mich stellt, welche nicht meiner Natur entsprechen. Wenn dann das gleiche noch im Privatleben und in den Hobbys passiert wird es total unnatürlich, jedoch oftmals normal. Darum ein kleiner Denkanstoss für dich:

Verhältst du dich in deinem Alltag mehr normal oder natürlich? Handelst du deinem Naturel entsprechend oder der Norm? Die nächste Frage ist dann, was bewegt dich so zu handeln wie du es tust? Denk daran wenn du darüber nach denkst, stellen sich immer mehr Fragen, die du für dich beantworten kannst. Doch wenn du das für dich klärst, können dir ganz viele Lichter aufgehen. 

time to be natural... Karin



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Montag, 10. Juli 2017

Emotionale Intelligenz

Ja ich bin emotional veranlagt und ja manchmal etwas zu viel des Guten. Es gibt Menschen, die sagen ich sei ein Träumer, andere sagen ich sei eine Romantikerin, wieder andere sagen ich sei gefühlsbetont und dann gibt es noch die, die sagen ich sei emotional. Sind wir das nicht alle auf eine Art und Weise? Ich sage da klar JA. Nur leben es nicht alle Menschen gleich ausgeprägt oder stark. Ich kann mit all diesen Attributen umgehen und weiss, dass die auch stimmen. Ja das bin ich. Dafür muss ich mich aber in keiner Art und Weise schämen. 

Auf einem Spaziergang oder auch im Alltag erkenne ich die kleinen schönen Dinge des Lebens. Ich kann mich an einer schönen Kaffeetasse erfreuen, oder erfreue mich an einem Schmetterling, an einer Blume am Strassenrand oder an einem Kinderlachen, an einem freundlichen Menschen, der mir ein Lächeln schenkt. Ich spüre auch sehr schnell ob es einem Menschen gut geht oder nicht, ob er im Stress ist, in Gedanken, oder ein Lächeln aufsetzt obwohl es ihm zum Weinen ist. Ich erkenne an der Stimmlage eines Menschen ob er die Wahrheit spricht oder nicht, denn all das erweckt in mir Emotionen, die sich auf meinen Körper übertragen. Meine Körper- und Emotionalintelligenz sind für mich da ganz gute Signalgeber. 

quelle:karinmeister

Die emotionale Intelligenz ist nicht nur auf andere Menschen bezogen sonder auch auf mich selbst. Denn dank der emotionalen Intelligenz bin ich in der Lage ein zu schätzen wo ich noch Veränderungspotential habe. Also wie ich vielleicht in einer Situation reagiere, wenn ich so richtig zornig werde, ist da noch etwas in mir wo ich genauer hinschauen darf. Oder ich kann mich in meinem Ärger selbst beruhigen und wieder runterfahren. Manchmal wenn ich frustriert bin, weil etwas nicht geht wie ich es wollte, helfen mir meine Emotionen mich weiter zu motivieren.
Also durch die emotionale Intelligenz lernen wir uns aus zu drücken und auch zu zuhören, beides sind wertvolle Werkzeuge in unserem Leben. Wie sieht deine emotionale Intelligenz aus, hat die noch Erweiterungspotential?

time to be emotional...Karin




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Montag, 3. Juli 2017

Spieglein, Spieglein

Ich weiss, es war in den letzten Tagen sehr ruhig auf meinem Blog. Nicht weil ich nicht mehr schreiben will, nein, nur weil ich mir eine kleine Auszeit nahm. Es ist alles gut.

Ich habe mich etwas zurück gezogen, weil ich am Loslassen bin, dazu braucht es manchmal einen Rückzug. In meinem Umfeld wurde ich gefragt ob etwas nicht in Ordnung sei. Doch ich bin der Meinung, dass alles in Ordnung ist so wie es gerade ist, es ist ein Wandel im Gange. Gegen Aussen strahle ich jedoch wohl etwas Anderes aus. Genau das begegnet mir dann auch in meinem Umfeld. Die Menschen machen sich Gedanken um mich. Warum, weil ich mir Gedanken mache wo ich noch Ordnung rein bringen will. Ich wurde still mit Worten, darum wurde es auch im Aussen auf meinem Blog still. Doch im Innern war es laut, darum war es überall laut wo ich hin kam oder ich empfand es so. Wie innen so aussen. Wie oben so unten.


quelle:karinmeister/wordswag

Man nennt dies das Spiegelgesetzt, was ich denke begegnet mir. Was ich fühle begegnet mir, was ich tue begegnet mir auf die Eine oder Andere Art und Weise. Je mehr ich über dieses Gesetz nachdachte je klarer wurde mir wieder einmal, was ich mit meiner Denkweise anrichten kann. Das heisst nicht einfach positiv denken und es kommt schon alles gut, sondern zuhören was ich da genau denke. Es hinterfragen ob es gerechtfertigt ist was ich da denke, ob das wirklich stimmt was ich da denke. Ein Gedanke war, ich kriege das nicht geregelt. Was ich im Aussen erhielt, absagen, nein, kein Interesse, wir regeln das selbst usw. Bis ich mir bewusst wurde was ich da genau tue. Dies ist für mich kein neues Wissen, es war mir einfach gerade in diesen Momenten nicht mehr bewusst. Das Geplapper in meinem Kopf gilt es klar zu unterbrechen und nicht nur zu ignorieren. Denn mein Körper speichert das Geplapper trotzdem in allen Zellen ob ich es ignoriere oder aktiv zu höre. 

Genau dieses Geplapper und die Gedanken prägen meinen Alltag, diesbezüglich habe ich auch schon einen Blogeintrag geschrieben. Es braucht einen Aufwand, dies in den Griff zu bekommen, doch er lohnt sich. Die Spiegelarbeit lohnt sich ebenfalls, denn alles was mir im Aussen begegnet ist irgendwie auch in meinem Inneren. Eigentlich noch ganz praktisch, ich brauche mich nur um zu sehen was in meinem Umfeld passiert und schon kann ich mit loslassen beginnen. Doch auch dies ist Arbeit und zum Teil auch richtige Sisyphusarbeit. Doch wenn ich etwas geregelt erhalten will lohnt es sich genau hin zu sehen, zu hinterfragen und Veränderung ein zu leiten. Interessant ist ja auch wie schnell Veränderung geschehen kann, wenn man den Dreh mal raus hat. Genau dies hat mich so richtig ermutigt wieder genau hin zu schauen.

Denn es nützt nichts den Spiegel zu putzen, wenn ich einen Fleck auf meinem Gesicht sehe. Ich muss mein Gesicht waschen, also bei mir aufräumen, damit das Spiegelbild wieder ohne den Fleck ist.

Was spiegelt dir dein Umfeld täglich, hast du das schon mal hinterfragt? Vielleicht mal eine Wochenaufgabe genau hin zu sehen und zu schauen was du bei dir Verändern kannst. Viel Spass dabei.

time to look in the mirror... Karin



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Donnerstag, 22. Juni 2017

Nachbaren

Während diesen wunderschönen Sommertagen und Abenden ist es sehr gemütlich draussen zusammen zu sitzen, etwas zu Grillen lustige Gespräche zu haben und es einfach zu geniessen. Da kann es schon mal etwas länger lustig zu und her gehen als üblich. Ist ja klar wenn nicht jetzt, wann dann?

Doch es gibt Nachbaren denen gefällt es gar nicht, wenn es im Garten fröhlich zu und her geht. Die können sich sehr darüber ärgern wenn gelacht und gespielt wird, obwohl noch alles vor 22:00 Uhr passiert. Ab etwa dann gilt es ja dann als nächtliche Ruhestörung. Ich habe auch schon das eine oder andere Fest in meinem Schlafzimmer gehört, weit nach 22:00 Uhr und ich freute mich darüber, dass die Nachbaren es lustig hatten. Wenn ich nicht einschlafen konnte, nahm ich halt meine Kopfhörer und hörte noch etwas Musik bis ich dann einschlief. Zudem kommt es ja nicht täglich vor.


quelle:karinmeister/pinterest

Genau die gleichen Nachbaren, die reklamieren wenn es fröhlich zu und her geht, sind plötzlich ganz ruhig und können sehr gut weg schauen.

Genau in Momenten wo es wichtig ist genau hin zu schauen und zu reagieren. Doch in solchen Momenten geht sie das alles gar nichts an. Dann zum Beispiel, wenn man einen grossen Streit hört. Wenn man hört, dass es gar nicht gut tönt, wenn es unüberhörbar ist, dass Hilfe angefordert wird. Wenn geweint und geschrien wird, dann hört man plötzlich gar nichts. Dann gehen einem die Nachbaren gar nichts mehr an. In solchen Momenten stehen dann die Nachbaren vor der Tür, die fröhliche Feste feiern, die lachen und grillen. Dann stehen diese Nachbaren dort und bieten Hilfe an.

Ist schon seltsam wie Menschen ticken, solange einem etwas stört was man selber nicht hat, wird genörgelt. Sobald jemand etwas hat oder tut das man nicht sehen will ist man ganz still und ignoriert es einfach. Schreie und Hilferufe, die einem durch den Körper fahren, kann man ausblenden, Gelächter und fröhliche Menschen sind störend. Für mich unverständlich.

Eine Frage an dich, was für ein Nachbar bist du? Ärgerst du dich wenn es lustig zu und her geht und du nicht schlafen kannst? Bist du zur Stelle wenn Hilfe gefordert wird, oder bist du in solchen Momenten taub?

Du kannst das für dich selbst ausmachen, denke jedoch eine Überlegung ist es wert.

time to be honest...Karin



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Dienstag, 20. Juni 2017

Geplapper

Wir Menschen haben doch stets etwas zu jammern. Entweder ist es zu kalt, oder zu heiss, zu regnerisch, zu schwül, zu teuer, usw. einfach nicht richtig. Auch das Wetter kann es nicht allen recht machen. Im Moment sind die Einen mit einem riesen Lächeln unterwegs und geniessen einfach das super schöne Sommerwetter und die Andern sind am jammern. 

Ganz ehrlich ich bin in kurzen Momenten auch am stöhnen, weil es etwas warm ist. Doch im gleichen Moment wird mir bewusst, ich kann am Wetter nichts ändern es ist wie es ist, Punkt. Dann freue ich mich einfach über das schöne Wetter und passe mich der Situation an. Wie machen die Menschen das im Süden? Sie arbeiten am Morgen, gut auch nicht all zu früh, doch immerhin am Morgen. Dann geniessen sie eine lange Siesta und arbeiten wieder am späteren Nachmittag, dafür dann etwas länger am Abend. Genau das mache ich im Moment auch. Ich arbeite morgens schon sehr früh, da ist es doch noch etwas kühler in meinem Büro. Gegen den Abend setzte ich mich dann nochmals ins Büro. Ich weiss, das kann nicht jeder...
Im Süden ist es so, dass die Menschen alles etwas langsamer angehen. Doch wir hier müssen ja stets alles schnell, schnell erledigen, immer top Leistung erbringen, koste es was es wolle. Müssen wir das wirklich, oder ist das unser Kopf der uns das vorplappert? 

Sagt er uns, wenn wir nicht alles geben, verlieren wir unseren Job, können dann unsere Rechnungen nicht mehr bezahlen, stehen dann auf der Strasse usw.? Oh mein Kopf hat mir solche Dinge so oft und so lange vorgeplappert und ich habe das geglaubt!!! Bis zu meinem Burnout, dann war Schluss damit.


 quelle:karinmeister/wordswag

Heute hinterfrage ich solch ein Geplapper in meinem Kopf immer wieder, täglich mehrmals. Es ist anstrengend dies immerzu zu hinterfragen, doch es wird mit der Zeit ruhiger. Denn der Kopf wird müde immer wieder Antworten zu suchen, ob es wirklich stimmt, was er da alles erzählt. Warum macht das unser Kopf? Ganz einfach er will uns beschützten, den unser Kopf oder Ego will eigentlich nur, dass es uns gut geht und will alles von uns fern halten, was uns schaden könnte. Grundsätzlich eine gute Idee, doch oftmals ist er über vorsichtig und hindert uns so am Geniessen und entspannt zu leben. Denn es gibt wie immer mehrere Wege die nach Rom führen. Für mich persönlich heisst das heute, meinen Weg zu finden, mein Arbeit täglich zu erledigen trotz der Wärme, halt zu anderen Zeit als gewohnt. Das heisst für mich aus meiner Komfortzone zu springen und morgens halt sehr früh auf zu stehen und zu arbeiten. Wenn ich meine Komfortzone verlasse, also meine Gewohnheiten, begebe ich mich auf ein Abenteuer und weiss nicht im Voraus wie es ausgeht. Doch ich habe es probiert und nun auch meinen Sommer-Rhythmus gefunden. 

Ab und zu mal aus der Komfortzone raus um Neues aus zu probieren, beschwingt, auch wenn man auf die Nase fällt was nicht zwangsläufig geschehen muss, auch das kann wieder einmal mehr der Kopf sein, der uns das schon wieder vorplappert. Sei mutig und mache mal neue Schritte, wage es und lass deinen Kopf einfach weiter plappern. So kommst du aus dem Jammern raus und fühlst dich auch lebendiger.

Noch etwas, sei nachsichtig mit deinen Mitmenschen, wenn in diesen Tagen nicht alles so schnell geht wie sonst die Norm ist. Denn auch die suchen vielleicht gerade ihren Sommer-Rhythmus, zeige Verständnis und bleibe cool.

time to leave the comfort zone...Karin



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