Donnerstag, 31. März 2016

Rechtfertigungen / 338

Neulich habe ich über die Rechtfertigung eines Schals geschrieben. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mich sehr oft für meine Tätigkeiten oder meine nicht Tätigkeiten rechtfertige.

Folgendes Beispiel: Ich nehme mir die Freiheit raus, an einem schönen Tag, wohlverstanden unter der Woche, einfach mal nach Bern zu gehen oder sonst wohin und einen Kaffe zu trinken.

Dann sitze ich in diesem Kaffee und möchte es geniessen. Ja, dann beginnt mein Kopfkino, was denken wohl die Leute, die sitzt einfach im Kaffee und arbeiten tut die auch was? Puh und das ist nur der Start, es geht gleich weiter, der geht es wohl besonders gut, mitten unter der Woche einfach mal frei machen. usw.



Ich kann dir sagen, dann ist das Vergnügen mit Kaffee trinken schon vorbei und ich gehe wieder nach Hause. Mit Selbstvorwürfen, warum geniesst du es nicht? Du arbeitest ja oft am Abend oder sogar in der Nacht an Wochenenden usw., da darfst du doch frei machen wann du willst, du bist doch dein eigener Chef.

Genau solche Gedanken trieben mich in mein Burnout und forderten mich noch mehr zu arbeiten, damit ich mir dann später mal einen Kaffee unter der Woche gönnen könnte.

Kennst du den Song " Zimts am Tag ga fische" von Peter Reber, der trifft es auf den Punkt.



Jetzt bin ich am Üben, und das ist richtige Knochenarbeit für mich, einfach mal irgendwo hinsetzen und geniessen, nichts tun, einfach sein. Ohne Gedanken, Kopfkino, Vorwürfe usw. Mir selbst die Erlaubnis zu geben es zu tun und es dazu geniessen.

Hier ist loslassen so richtig harte Arbeit. Ein Begleiter von mir gab mir einen guten Tipp, dies sei nun meine Aufgabe (also Arbeit) zu üben während der Woche einen Kaffee trinken und es zu geniessen. Und zwar bis ich es kann ohne Kopfkino und Vorwürfe. Ich bin immer noch dran und es geht Schrittweise besser.

Hast du auch Momente im deinem Leben wo du alles rechtfertigst  oder es dein Tun in Frage stellst, oder bin ich da einzig?

Freue mich auf dein Feedback.

Bis bald Karin




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Mittwoch, 30. März 2016

Erwischt / 339

Da habe ich mich doch selbst erwischt.

Heute morgen war ich so meinen Tagesplan am durchdenken und schwups hat es mich erwischt. Zuerst dieses und jenes und dann noch RASCH, ja da war es wieder mein SCHNELL nur in einer anderen Form. Phuu und ich merkte es sofort, musste lachen und kreierte den Satz nochmals neu in meinem Kopf. Ich sagte mir ich gehe noch und fertig ohne muss oder rasch oder schnell. Einfach ich tue es.

Mich erstaunt es immer wieder wie mein Kopf neue Wege sucht alte Angewohnheiten schön brav aufrecht zu erhalten. Ja ich habe mich erwischen lassen, jedoch konnte ich den Kurs auch gleich wieder neu bestimmen und das freute mich dann auch.

Nun machte ich mir auch Gedanken warum das so ist und kam zu folgendem vorübergehendem Resultat. Jede Angewohnheit hat eine gute und eine weniger angenehme Seite.

Nehmen wir mal das Rauchen, unbestritten Rauchen ist für uns ungesund. Jedoch alle Raucher nehmen sich die Zeit raus sich hin zu setzten und mehr oder weniger in Ruhe die Zigarette zu rauchen. Sicher werden auch viele Zigaretten unbewusst geraucht. Aber wenn man aufstehen muss, raus an die frische Luft geht, ist man einen Moment weg von der Tätigkeit. Das heisst man nimmt sich Zeit für sich, ob gesund oder ungesund ist hier gar nicht wichtig.



Also habe ich mir überlegt warum das SCHNELL oder RASCH bei mir so hartnäckig an mir haftet. Und siehe da ich wurde fündig. Als ich noch junge Mutter war, war es mein Ziel meine Hausarbeiten und Tätigkeiten so SCHNELL und effektiv wie möglich zu erledigen, damit ich danach wieder Zeit für meine Kinder hatte. Ausser ich bindete meine Kinder in die Tätigkeit mit ein um ihnen etwas zu lernen. Also war mein SCHNELL zu dieser Zeit gut, jeden Falls für mich.

Nun heute bin ich ja in einer anderen Lebenssituation und habe keine Kinder mehr zu Hause mit denen ich dann Zeit verbringen möchte. Also auch hier gilt es meine Arbeits- und Ausdrucksweise neu zu überdenken und definieren. So schliesst sich auch wieder ein Kreis mit der Definition.

Nun wünsche ich dir viel Spass beim darüber Nachdenken, wo sich bei dir solche hartnäckigen Angewohnheiten eingeprägt haben und den Nutzen nicht mehr erfüllen.

Bis bald Karin


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Dienstag, 29. März 2016

Neu definieren / 340

Du musst doch das Rad nicht neu erfinden, ist doch ein Sprichwort, welches du sicher auch ab und zu gebraucht oder schon gehört hast.

In vielen Zusammenhängen mag das stimmen, jedoch gibt es auch da Varianten.

Ich zum Beispiel arbeite als Webdesignerin, durch mein Burnout machte ich mir einige Gedanken wie geht das nun weiter. Viele verschiedne Varianten gingen durch meinen Kopf, von aufgeben bis einfach weitermachen lag alles drin.

Dann in einem Gespräch mit einem lieben Begleiter, kam die Variante das Rad neu zu definieren, nicht zu erfinden. Ja und was heisst das nun für mich?

Wieder so arbeiten wie bis vor dem Burnout? Nein, auf keinen Fall! Ja aber wie denn? Also doch aufgeben, sonst bin ich ja nicht erfolgreich? Nein, denn ich liebe ja meinen Job, so viel Kreativität, Kundenkontakt usw. Also wie denn?




Gut ich habe ein grosses Wissen in diesem Bereich, gab ja auch schon Workshops und Kurse im Webdesign. Ja genau das mache ich doch auch sehr gerne, mein Wissen weiter geben. Also mehr Kurse? Ja kommen dann Teilnehmer? Heute kannst du doch alles im Internet recherchieren. Klar kann man das, aber viele Menschen schätzen den Kurs mit einer Person immer noch.

Ja so gehen nun neue Gedanken durch meinen Kopf, ich erfinde das Rad nicht neu. Nein, ich werde meinen Beruf neu definieren, mit welchen Angeboten ich in Zukunft meine Kunden betreuen und begleiten will.

Ich lasse meinen alten Job definitiv los und gestalte ihn neu, nach meinen Werten und freue mich so auch auf neue Menschen.

Ob ich mich ganz vom alten Flow lösen kann weiss ich noch nicht, das wird sich zeigen, vorgenommen habe ich es mir auf jeden Fall.

Wie mir das gelingt werdet ihr sicher im laufe des Jahres erfahren, was ich alles losgelassen habe und was dafür neues dazu kam.

bis bald Karin





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Montag, 28. März 2016

Nebenwirkungen / 341

Bitte lesen sie die Packungsbeilage oder Fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.

Leider konnte ich niemanden Fragen welche Nebenwirkungen das Loslassen hat. Gut zum Glück schmerzen meine Nebenwirkungen nicht. Es wird aber sicher noch einige Konsequenzen haben, für mein weiteres Loslassen.

Mein Kleiderschrank wird leiden müssen, ich meine es wird Platz geben. Wenn ich das gewusst hätte, das diese Nebenwirkungen ganz von selbst gehen und ich nichts weiter dazu beitragen muss. Hätte ich schon viel früher konsequent mit dem Loslassen begonnen.

Ach so, ich habe dir meine Nebenwirkungen noch gar nicht gesagt.

Verlust 2 Kilo Körpergewicht. Yes!!! Die Badesaison kann kommen:))

Ich stehe so einmal pro Monat auf die Wage und war heute ziemlich überrascht. Ich merkte schon, dass meine Hosen bequemer wurden, dachte aber eher, dass die ausgeweitet sind.




Also reise ich jetzt tatsächlich täglich mit etwas weniger Reisegepäck. Solche Nebenwirkungen, nehme ich gerne in kauf und bin so ganz motiviert weiter los zu lassen.

Da es ja jetzt wieder etwas Raum in meine Kleiderschrank geben wird, kann ich für den Sommer sicher auch etwas neues einkaufen gehen. Aber jetzt soll erst mal der Frühling so richtig bei uns einziehen.

bis bald Karin



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Sonntag, 27. März 2016

Besserwisser / 342

Heute ein Thema, welches mich schon sehr lange begleitet. Spiegelarbeit. 
Kennst du das? Hat nichts damit zu tun um zu schauen wieviele Pickel oder Falten du im Gesicht hast.

Du hast Menschen in deiner Umgebung die dir immer wieder etwas spiegeln. Ich meine du ärgerst dich immer wieder ab gleichen Äusserungen oder Verhalten einer Person. Dann hat es sicher mit dir selbst zu tun. Das heisst für mich dann mal genau hinschauen. Irgend ein Aspekt in mir hat das auch, meistens ist es nicht so das ich es so stark habe wie es mir gespiegelt wird, sondern einfach eine Ecke, die noch bearbeitet werden könnte.

Gut da ist die Besserwisserei und  das besser Können in meiner Umgebung. Nun habe ich heute wirklich mal genau hingeschaut und mich dabei ertappt, dass ich tatsächlich immer noch so eine Ecke habe die ich loslassen darf.

Bildnachweis fairmondo.de

Ich frage mich immer wieder warum Menschen diese Sache so tun und nicht anders, wäre doch viel einfacher und effizienter auf meine Weise. Da vergesse ich oft, dass ihnen vielleicht noch die Lebenserfahrung fehlt, oder das Wissen. Oder das diese Menschen nach bestem Wissen und Gewissen in diesem Moment so handeln und nicht anders. Oft entgeht mir dann auch, dass Menschen in dem Moment gar nicht anders Handeln oder Sprechen können. Weil es genau richtig ist für sie, es in dem Moment so zu tun oder sagen. Denn genau dieses Handeln oder Sagen löst weitere Schritte aus die auch wieder geschehen müssen.

Ich weiss das tönt jetzt vielleicht etwas weit her geholt, jedoch ist es meine Ansicht, das alles einen Grund hat, dass es so geschieht wie es ist. Das blöde ist einfach, dass ich dies jeweils in diesen Momenten vergesse.

Manchmal geht mir meine Besserwisserei auch auf die Nerven, weil ich mich dann zu ärgern beginne und das ist dann ungesund für mich. Gut ist wohl bei mir, dass ich es meistens gar nicht aussprechen wie ich es anders tun oder sagen würde. Jedoch in meinem Kopf läuft da halt schon einiges ab. Also machte ich mir heute einen Post-it, welcher mich daran erinnert, das es gut ist wie es ist.




Allen Besserwisser und besser Könner in meiner Umgebung möchte ich mitteilen, ich habe die Botschaft verstanden und arbeite daran es los zu lassen. Ihr dürft jetzt in euren eigenen Spiegel schauen.

bis bald Karin


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Samstag, 26. März 2016

Fast and furious / 343

Nein, nein, keine Angst ich habe mir kein neues Auto gekauft...

Und doch geht es heute um Geschwindigkeit. In den letzten paar Tagen tappte ich gleich zwei Mal in die Radarfalle. Ich einfach unverbesserlich.

Die Bussen sind noch nicht eingeflogen, nun ja mal sehen was mich das kostet.

Eigentlich bin ich eine relativ ruhige Autofahrerin, die selten zu schnell ist. Darum dachte ich mir, gut das hat wohl mit etwas anderem zu tun. Lange habe ich an dem rum studiert was mir diese Radarfallen wohl sagen wollten. Und plötzlich war es da:

Kennst du das auch, wenn du mal deine Wortwahl etwas genauer anschaust, und feststellst, dass du Wörter in deinem Wortschatz hast, die du sehr oft verwendest. Ich habe so einen Satz der mir so richtig hart eingebrannt ist.

Ich mache noch SCHNELL, ja immer wieder SCHNELL, oder die Steigerungsform, ich MUSS NOCH SCHNELL. Sogar in meinen schlimmsten Burnoutzeiten benützte ich diesen Satz immer wieder, obwohl schnell gar nicht mehr ging.




So und jetzt will ich das SCHNELL angehen, das geht aber bestimmt nicht schnell, das bin ich mir schon bewusst.

Heute morgen merkte ich plötzlich auf meinem Spaziergang, dass ich sogar mein Tempo beim Spazieren recht schnell halte. Also begann ich gleich dort zwei Gänge runter zu schalten. Wow, das war vielleicht was, Kisha (meine Hündin)  schaute mich recht komisch an als ich so dahin schlenderte. Natürlich brauchten wir für diesen Rundgang länger als sonst, aber nicht so das wir den ganzen Morgen vertrödelt hätten. Es war alles in allem viel entspannter und ich hatte ja auch nichts zu pressieren. Es reichte sogar ein wunderbares Stimmungsfoto zu schiessen.




Als ich dann wieder zu Hause war kam der Satz prompt auch wieder,  ich gehe noch schnell. Lustig war für mich das ich es sofort bemerkte und den Satz nochmals wiederholte ohne schnell. Ich bin gespannt, wie lange ich habe bis dieses SCHNELL bei mir aus dem Wortschatz seltener bis nie mehr vorkommt. Ich denke mir, wenn ich es selbst bemerke ist schon ein grosser Schritt in Richtung loslassen gemacht. Ansonsten bin ich dankbar wenn man mich darauf aufmerksam macht.

bis bald und ein gemütliches Weekend Karin






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Freitag, 25. März 2016

Ein Abschied für fast immer / 344

Heute, am Karfreitag, vor 14 Jahren musste ich mein Grosi für immer loslassen. Es stimmt nicht auf den Todestag genau, aber es war Karfreitag.

Mit meinen Kindern verabschiedeten wir uns einige Tage vorher, dies war ein spezieller Moment. Dies war ihr Wunsch, welcher wir auch gerne erfüllten. Ich ging dann noch am Gründonnerstag bei ihr vorbei und das war dann wirklich das letze Mal, dass ich sie lebend sah.

Mein Grosi war in meinem Leben eine ganz wichtige Person und ich liebte sie über alles. Für mich war dies aber nicht ein Abschied für immer, denn täglich erinnert mich etwas an sie. Ich erhielt von ihr ein Besteckset, als ich in meine erste eigne Wohnung einzog. Dieses Besteckest ist noch heute täglich im Einsatz und noch in einem tadellosen Zustand. So sind meine Gedanken täglich irgendwie kurz bei ihr. Jedes mal wenn ich etwas von diesem Besteck in die Hand nehme durchfährt mich eine kurze Wärme.

Alle in meinem Haushalt wissen wie wichtig für mich dieses Besteckest ist und das zu dem Sorge getragen wird. Wenn nicht, gerate ich in Rage.




Ich wurde schon gefragt ob ich das nicht endlich auswechseln wolle, und meine Antwort war immer ganz klar nein. 

Ist das nun normal oder gesund so an etwas zu hängen. Ja, für mich ist das normal, es gehört zu meinem Leben und es wird ja täglich gebraucht. Also keine Frage, für mich.

Mein Grosi habe ich losgelassen, ich trauere ihr nicht hinterher, sie darf und soll ihren Frieden haben. Ich erinnere mich gerne an sie, viele schöne Momente, lustige Situationen oder auch an ihr Singen... Ja es gibt wirklich viele schöne Erinnerungen, die ich nicht missen möchte und von Zeit zu Zeit schwelge ich in denen. 

Gerade heute ist so ein Tag und es ist schön solche Erinnerungen an einen lieben Menschen zu haben und diese zu pflegen. 

Denn Loslassen heisst nicht, für immer vergessen und aus dem Gedächtnis zu streichen, solange es mir gut tut und ich gute Gefühle dazu habe ist es sogar sehr wertvoll.

In lieben Gedanken an mein Grosi

bis bald Karin


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Donnerstag, 24. März 2016

Gelernt ist gelernt / 345

Auf meinem heutigen Spaziergang hatte ich mit meiner Tochter ein richtiges WOW Erlebnis, welches uns ein Riesen Lächeln aufs Gesicht zauberte.

Während des Spazierganges waren wir auf dem Golfplatzgelände, es hat auch einen öffentlichen Fussweg. Immer wieder begegneten uns Leute die das schöne Frühlingswetter auch genossen. Die einen grüssten, die andern nicht, trotz unseres Grusses.

Dann kamen uns zwei ältere Herren entgegen so zwischen 65 - 75 Jahren, der eine hatte eine Golfmütze auf und der andere war wirklich nicht mehr so gut zu Fuss unterwegs. Auf gleicher Höhe kam es zum Gruss und der Herr mit der Golfmütze hebte seine Mütze vom Kopf grüsste in einem äusserst charmanten Graubündner Dialekt guten Tag.


quelle:www.br.de

Meine Tochter und ich blieben wirklich kurz stehen, schauten uns an und hatten ein Riesen Lachen auf dem Gesicht. Wow, das ist aber noch ein richtiger Gentlemen der alten Schule. Wir fühlten uns richtig geehrt von diesem Mann und konnten kaum glauben, dass es das noch gibt.

Nun kamen uns die Leute auch wieder in den Sinn die nicht gegrüsst hatten. Die könnten wirklich noch etwas lernen. Gut vielleicht hatten die ja keinen guten Tag oder waren so in Gedanken, dass das Grüssen in dem Moment nicht möglich war. Wie auch immer, eine gute und anständige Kinderstube ist gelernt oder eben nicht gelernt. Was ja nicht heisst, dass man es nicht noch lernen könnte.




Auf jeden Fall kann ich diese Menschen ganz einfach aus meinem Kopf entlassen, denn der freundliche Gruss der beiden alten Herren, reichte für alle andern auch. So einfach kann loslassen sein.

In dem Sinne Grüsse ich dich herzlich

bis bald Karin




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Mittwoch, 23. März 2016

Flexibles Denken / 346

Was heisst den das wieder?

Nun ich war mir bewusst, dass viele Wege nach Rom führen. Jedoch gibt es doch wie auch auf Google Maps schnellere und langsamere Wege. Ich kann auch fragen wie es zu Fuss aussieht oder mit den ÖV. Dann gibt es da ja noch meine Erfahrungswerte, wie ich bis jetzt so schnell und sicher wie möglich an mein Ziel kam.

Bis vor kurzem war es noch so, dass ich oft einen gewohnten Weg wählte und der war meistens schnell nicht immer sicher aber bekannt. Also warum etwas ändern oder meine Erfahrungswerte loslassen?




Dies geschah gestern ganz spontan in einem Gespräch und es wurde mir erst  am Abend im Bett bewusst was ich da genau gesagt habe.

Ich sagte: normalerweise ging ich einen Berg direkt an, also auf dem kürzesten Weg nach oben. Aber nun laufe ich um den Berg rum in einer Spirale aufwärts. Als ich es aussagte musste ich schon lächeln über mich selbst was ich da sagte.

Denn mit dieser Aussage habe ich mir eine neue Sichtweise zugestanden einen Berg zu besteigen. Und wenn ich den Berg umkreise sehe ich erst noch mehr, was ich gar nicht zu sehen bekäme wenn ich direkt auf den Berg rauf ginge.

Flexibles Denken eröffnet neue Möglichkeiten, auch dies war mir bewusst, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt und ich doch auswählen kann wie ich etwas angehen könnte. Jedoch dass ich mit diesem flexiblen Denken auch für mich persönlich etwas gewinnen kann und nicht mehr Aufwand habe, verkannte ich bis heute.

Ich konnte so auch eine Ecke meiner Sturheit loslassen, und weisst du was, das geschah einfach von selbst. Also ich bin mir schon bewusst, dass dies mit meinen ganzen Prozess zu tun hat. Aber die Aussage gestern kam total unüberlegt. Total schön fand ich auch, dass es mir selbst aufgefallen ist, was ich da gesagt habe.




Ist sehr spannend was mit diesem Loslassen-Thema plötzlich so von selbst passiert, dies motiviert mich sehr. Vielleicht auch noch ein Ansporn für dich.

bis bald Karin



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Dienstag, 22. März 2016

Dankbar / 347

Heute betrachtete ich mein Leben wieder einmal aus einer ganz anderen Perspektive und ich denke das taten viele Menschen auch.

Ich bin heute sehr dankbar durch den Tag gegangen.

Dankbar für alles was ich habe und das es meiner Familie und mir gut geht, auch wenn nicht alle in der Schweiz sind.

Dankbar für den schönen Spaziergang, den ich heute nachmittag mit einer lieben Bekannten machte.




Dankbar für mein schönes zu Hause und alles was damit zusammen hängt.

Dankbar, dass es bei mir gesundheitlich aufwärts geht.

Dankbar zu wissen, dass es einer lieben Bekannten in Brüssel gut geht.

Ja heute konnte ich meine Sorgen und mein schweres Gepäck einfach mal in eine Ecke stellen und es loslassen. 

So einfach kann loslassen sein, wenn ich über den Tellerrand sehe und merke, dass in anderen Teilen von Europa das Chaos herrscht.

Jedoch gibt auch das Chaos wieder die Möglichkeit neue Ordnung zu schaffen und über dies und jenes nach zu denken. Ich bin überzeugt das es bei jedem einzelnen in uns Möglichkeiten gibt über dies und jenes nach zu denken, ohne politisch zu werden, sondern nur persönlich in seinem eignen Leben. 




Denn bekanntlich ist es ja so, dass wenn jeder vor seiner eigenen Tür wischen würde überall gewischt wäre.

In dem Fall mache ich morgen wieder weiter mit meinem loslassen und bin mir sicher, dass ich auch das dankbar sein noch mehr einbinden werde in meinen Alltag.

bis bald Karin


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Montag, 21. März 2016

Mein Arbeitsplatz / 348

Phuu, heute war ich wieder einmal in meinem Büro. Mit dem Vorsatz auszumisten was nicht mehr gebraucht wird.

Gesagt getan! Da kam so einiges zusammen, ist enorm was sich da immer wieder an Papier und Dokumenten ansammelt. Diverse Dokumente muss man ja jahrelang aufbewahren. Aber damit ist jetzt Schluss. Bei mir ist es einfach weg! Wenn Fragen kommen sollten, dann werden wir sehen. Wenn alles einem Brand- oder Wasserschaden zum Opfer gefallen wäre, wäre es auch weg.

Und ich habe wieder Platz, konnte mehr als ein Möbelstück leer räumen sowie viele Ablagefächer. Das tat richtig gut. Und nein mein Ziel ist es nicht diese Leerräume wieder zu füllen, sondern sie leer zu lassen. Im Gegenteil ich möchte noch mehr weg räumen und entsorgen. Dies braucht aber noch etwas Zeit, denn ich will diese Dokumente digitalisieren und so aufbewahren. Denn einen Stick oder eine externe HD auf zu bewahren braucht erheblich weniger Platz als Ordner. Mir ist bewusst, dass dies auch eine gewisse Gefahr birgt, aber was ist schon sicher, ausser die stetige Veränderung.

Dies werde ich mir jetzt gleich angewöhnen, Akten und Dokumente die aufbewahrt werden müssen gleich ein zu scannen und abspeichern. Gut strukturiert ist alles jeder Zeit auffindbar, und im organisieren bin ich ja gut. Also steht dem nichts im Wege.

Ich habe auch noch meine schönen Karten rausgesucht und die werde ich in den nächsten Tagen versenden, vielleicht erhältst ja auch du eine:)) Lass dich überraschen.




Dann habe ich da auch noch meine Schatzkiste, in der habe ich Karten, Briefe usw. von meinen Kindern aufbewahrt als Erinnerungsstücke. Immer wieder schaue ich gerne dort rein, denn diese Kiste zaubert mir garantiert ein Lächeln ins Gesicht.




Es fühlt sich richtig gut an in meinem Büro. Frisch geputzte Fenster, wieder klare Sicht auch für neue Projekte, ein leergeräumtes Witheboard und nur noch wenige Dinge auf dem Pult.

Also ich bin ready um nach Ostern wieder zurück an meinen Arbeitsplatz zu gehen. Ich freue mich schon.

In dem Sinne entrümpeln befreit und erleichtert enorm und gibt neuen Elan.

bis bald Karin


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Sonntag, 20. März 2016

Dazu gehören / 349

Wie oft identifizieren wir uns über Dinge oder Kontakte. Wenn ich den tollen Schlitten, der Automarke so und so fahre gehöre ich dazu. Wozu?

Wenn ich den oder die kenne gehöre ich zum guten Kreis. Zu welchem Kreis?

Wenn ich die Tasche von dem Stardesigner ausführe, dann bin ich voll im Trend. In welchem Trend?

Also stellte ich mir die Frage wo gebe ich bewusst oder auch unbewusst Geld aus um dazu zu gehören oder voll im Trend zu sein.

Ein Beispiel: Ich kaufte mir zu meinem Geburtstag, (ich muss es ja rechtfertigen können:)) ), einen Louis Vuitton Schal. Er ist wunderschön, die Farbe einfach ein Traum und die Qualität der Hammer. Sind das genügend Argumente um den Kauf zu rechtfertigen?

Egal, ich traute mich kaum den Schal zu tragen, denn er war ja teuer. Dann begann ich ihn doch zu tragen und dies heute fast täglich, denn er ist wirklich sehr wohlig zum Tragen. Klar gibt es auch andere Schals, die auch eine gute Qualität haben und bequem sind. Aber :)), meiner ist sehr edel. 




Also will ich jetzt dazu gehören zu der sogenannten Upper class, oder habe ich ihn einfach gekauft aus oben gennanten Gründen? Also ich habe ihn wirklich wegen den oben genannten Gründen gekauft. Ich liebe es schöne Dinge zu besitzen und wenn ich auf eine Reise ginge, mein Schal käme mit mir! Ist der Preis massgebend, oder das Label, nein für mich ist es die Qualität und das Gefühl dazu. Ich hätte den Schal auch gekauft wenn er die Hälfte des Preises gewesen wäre und ein NONAME gewesen wäre.  

Ich bin ein Mensch der eher weniger einkauft, jedoch dafür Qualität und vielleicht auch gerne Einzelstücke. Darum sieht man mich oft über längere Zeit mit den selben Kleidern, Schuhen und Taschen.

Meistens gehe ich unbewusst shoppen, das heisst ich suche nicht speziell nach etwas, es kommt auf die eigenartigsten Arten und Weisen zu mir. Somit bin ich wohl eher keine Trendsetterin.

Ich darf wohl sagen das bin einfach ich, wer mich kennt weiss um diese Eigenart. 
Dies ist wohl auch ein Grund warum loslassen für mich bei Gegenständen stets etwas länger geht und emotional ist.

Das einzige worin ich mich noch üben darf, im Rechtfertigen über meine Einkäufe, denn darin bin ich sehr gut. Also lasse ich für heute die Rechtfertigung über den Kauf meines Schal los und geniesse es ihn zu haben und erfreue mich so oft wie möglich daran.

Hast du dir schon Gedanken gemacht warum du das eine oder andere angeschafft hast,
oder gewisse Kontakte pflegst?
Ohne dich rechtfertigen zu müssen, sondern wirklich den Grund heraus gefiltert?

"Zu viele Leute geben Geld aus , das sie nicht verdient haben, um Dinge zu kaufen, die sie nicht wollen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen." (Will Rogers) 

Viel Spass beim Filtern


bis bald Karin




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Samstag, 19. März 2016

Kurz und knapp / 350

Heute bin ich es ziemlich ruhig angegangen, oder so. Ich verabschiedete mich vom Winter 2015/16. Dies passiert bei mir meistens mit einem kleinen Ritual.

Ich kaufe frische Blumen für meine Töpfe und den Garten, hole frische Erde, zum Teil von unserem eigenen Kompost und zum Teil kaufe ich auch dazu. Meine Töpfe putze ich und meine Blechtöpfe werden wieder frisch gewachst. 

Einige werden dieses Jahr auch frisch bepflanzt verschenkt.

Während dem ich am Putzen und Einsetzen bin, bin ich ganz bei meinen Pflanzen und der Erde. In diesen Momenten vergesse ich alles rund um mich. Mit meinen Händen in der Erde zu wühlen, beruhigt mich sehr und erdet mich im wahrsten Sinne des Wortes. Kaum hatte ich die Blumen eingesetzt, kamen schon die ersten Bienen und Hummel geflogen. Es hat sich wohl sehr schnell rum gesprochen, dass da frische Pflanzen sind.




Während meinem "gärtele" merkte ich plötzlich, dass ich letztes Jahr eigentlich so gut wie gar nichts in meinem Garten machte. Dies stimmte mich dann doch sehr nachdenklich. Als mir bewusst wurde wie schlecht es mir gegangen ist, dass ich nicht mal Lust auf meinen Garten hatte. Um so mehr genoss ich meine heutige Tätigkeit, denn ich konnte wieder einen Teil von meinem Burnout hinter mir lassen und erkennen, dass es aufwärts geht.

Klar spüre ich meine Hände und meinen Rücken gerade etwas mehr als mir lieb ist und trotzdem ist dies eine wohlige Müdigkeit, die mich sicher auch gut schlafen lässt.

Morgen werde ich sicher meine Pflanzen geniessen und es mir im Garten gemütlich machen, ohne zu arbeiten.




Welche Tätigkeit lässt dich alles um dich herum vergessen? Wenn du sie kennst tue es doch einfach wieder einmal.

bis bald Karin



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Freitag, 18. März 2016

Vertrauen ist gut / 351

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ist das so?

Kennst du das, du traust jemandem nicht ganz und kommst ins Grübeln. Ja und schon läuft dein Kopfkino. Die wildesten Geschichten spielen sich ab. Aber warum ist das so? Vielleicht weil du schon schlechte Erlebnisse hattest, also ein gebranntes Kind bist. Vielleicht weil dir so einiges zu Ohren gekommen ist. Vielleicht weil dein Bauchgefühl dir Signale sendet. Die Gründe sind sehr vielfältig, wie die Kopfkino-Varianten.

Nun geht es um das Loslassen, was soll ich in solchen Momenten loslassen? Mein Kopfkino, mein Misstrauen, meine Angst oder mein Bauchgefühl ignorieren? Dies ist jetzt ein grösseres Unterfangen. Weil das Misstrauen in mir ja ein Gefühl auslöst und mich zum kontrollieren bringt. In dem Moment vertrauen, fast unmöglich.






Also zurück zum Anfang, will ich dieser Person oder auch Situation trauen? Denn dies ist mal eine Grundsatzfrage die kein ABER zu lässt. Wenn die Grundsatzfrage mit JA beantwortet werden kann, ist der gute Start zum Vertrauen schon gelegt. Wenn nicht, ist wohl alles andere auch schon klar, lass es gehen, weil du nicht ruhig darüber wirst und es dir nicht gut tut. So let it go, let it go, let it go. 

Wenn die Frage mit JA beantwortet wurde, dann kann es auch ans Loslassen gehen. Wenn du unsicher bist, der Person oder der Situation zu trauen oder nicht, dann kehre die Frage doch einfach mal um. Kann ich mir trauen, dass ich die Person oder Situation gut einschätzen kann. Wenn dies auch mit JA beantwortet werden kann. Kommt es darauf an den Angstgefühlen und dem Misstrauen zu begegnen und zwar in einfacher Art und Weise.

Ich handhabe das so. Liebe Angst danke, dass du da bist, danke dass du mich aufmerksam machst damit ich nicht wieder verletzt werde oder man mich übers Ohr haut. Jedoch traue ich mir zu diesen Menschen oder diese Situation richtig einzuschätzen und zu vertrauen. Ich weiss um meine alten Verletzungen, jedoch waren dies andere Personen oder Situationen. Darum Vertraue ich hier ganz.




Wenn mir so einiges zu Ohren gekommen ist, nehme ich heute allen Mut zusammen und frage direkt nach. Ob ich angelogen werde merke ich dann schnell und die Konsequenzen sind auch klar.

So ist für mich heute Kontrolle im Vertrauen nicht nötig, denn Vertrauen ist ein Grundstein in meinem Leben, auch ins Leben. Wenn ich nämlich trotzdem falsch lag und vertraute und sich das als "Fehler" rausgestellt hat, hatte es auch seinen Grund. Auch wenn ich ihn im Moment nicht verstehe.


Ich lies heute das Misstrauen gegenüber einem Menschen los, weil ich mit diesem auch schlechte Erfahrungen gemacht habe und öfters angelogen wurde. Ich sage mir heute: Wenn die Person mich willentlich anlügt, ist das ihre Sache, diese Person muss mit der Lüge umgehen können. Vor allem auch mein Vertrauen zu missbrauchen und die Konsequenzen dafür selbst tragen. Kontrollieren ob die Person mich anlügt werde ich auch nicht, denn wenn der Zeitpunkt kommt und es wichtig ist, dass ich es weiss kommt es von selbst ans Tageslicht. Dann kommt die direkte Frage wie oben. Ich habe Vertrauen ins Leben, dass alles seine Richtigkeit hat und seinen Grund.

Das schöne daran ist, dass ich mein Kopfkino nicht laufen lassen muss und ich den Kopf frei habe für schöne Dinge die mir gut tun.

In dem Sinne let it go und mache Platz für konstruktive Dinge in deinem Kopf.

Bis bald

Karin

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Donnerstag, 17. März 2016

Es geht auch so / 352

Kannst du dir vorstellen, dass loslassen auch ganz schnell gehen kann?

Es gibt da ganz verschiedene Varianten, eine davon durfte ich heute gerade wieder einmal erleben. Da gibt es kein zurück mehr, kein warum, kein ach eigentlich wollte ich doch noch.
Nein rein gar nichts, da ist es einfach so, unwiderruflich.

Klar kann man sich dann noch sagen: hätte ich nur, aber da ist es schon zu spät. Weg ist es zerbrochen, nicht mehr reparierbar, einfach weg.

Eines meiner schönen Vasengläser verabschiedete sich heute von mir oder ich mich von ihm. Es ist einfach passiert, beim Staubsaugen, klirr und weg. Der Sand wo die Kerze drin stand am Boden, die Scherben überall verteilt.




Gut war ja, dass der Staubsauger schon zur Hand war und der Schaden schnell wieder weg geräumt war. Ja in jedem ungewollten loslassen, kann es auch etwas Gutes geben. Die Kunst ist nur es zu erkennen.

Also sei achtsam mit den Dingen oder Menschen die du gerne um dich hast, denn es könnte sein das du es ungewollt ganz schnell loslassen musst.


bis bald Karin



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Mittwoch, 16. März 2016

Für mich oder für andere? / 353

Sätze die du vielleicht auch kennst oder auch ab und zu brauchst.

Das behalte ich, das kann sicher noch jemand gebrauchen. 
Oder das werfe ich noch nicht weg, das brauchen wir sicher wieder mal.
Das ist doch noch gut erhalten, das behalten ich noch.

Hmm ja solche Gedanken hatte ich öfters. Waren doch auch Ausreden, etwas nicht weg zu geben oder weg zu werfen. Ja, und wie lange stehen dann diese Sachen einfach im Keller oder sonst wo rum. Also heute ging ich mal in unseren Stauraum und schaute mich dort um. Na ja, da steht wirklich viel rum, welches mit obergenannten Argumenten noch bei uns sind.

Gut, wir haben den Platz dazu solche Dinge zu horten und es frisst ja kein Heu. Aber ist es richtig Dinge zu haben für andere und warum tun wir das?




Ganz ehrlich könnte man sagen, ist doch gut Menschen kommen und fragen hast du vielleicht ... und man kann sagen ja. Also bin ich interessant für andere Menschen und kann aushelfen. Das könnte ein Grund sein.

Oder man hat es mal angeschafft weil man es wirklich brauchte und jetzt eigentlich nicht mehr. So kann man es anderen auch noch zur Verfügung stellen. Ist es da nicht einfacher es auszuschreiben oder zu verschenken? Ja, das wäre es. 

Man kann aber auch sagen, wir teilen gerne mit anderen Menschen und so können auch Kosten gespart werden. Sind wir aber jetzt verantwortlich, dass die Gegenstände gepflegt  werden und auch Platz einnehmen?




Ich denke, diese Frage muss jeder wieder für sich selbst beantworten, es gibt da keine pauschale Antwort.

Wir handhaben das ab jetzt so: Was wir selbst während einem Jahr nicht mehr brauchen geben wir weiter. Wir können es uns im schlimmsten Fall auch aus lehnen.

Gegenstände für vielleicht andere aufbewahren müssen wir nicht. So wird jetzt in regelmässigen Abständen bei uns im Stauraum aussortiert.

Also könnte es sein, dass Menschen die sich Dinge von uns aus lehnen, es von uns geschenkt bekommen oder wir ein Kaufangebot machen. Das heisst jetzt aber nicht, dass wenn ihr euch etwas von uns aus lehnt, es uns nicht mehr zurückbringen müsst:)

Darum auf Wiedersehen macht Freude

Karin





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Dienstag, 15. März 2016

step by step / 354

Kennst du das auch, du möchtest etwas erledigen oder tun was du schon x - Mal getan hast. Dann merkst du, dass es dir heute einfach nicht von der Hand geht. Also versuchst du es noch verkrampfter und angestrengter und es geht nicht besser. Ist ja klar.

Schritt für Schritt lernte ich solche Situationen zu akzeptieren und los zu lassen. In meinen schlimmsten Burnout Momenten sass ich am Boden zerstört und konnte nicht damit umgehen mit den einfachsten Alltags-Situationen nicht zurecht zu kommen.



Dann noch die Aufforderung lass es sein, ist nicht schlimm. Ja und ob das schlimm war für mich, total. Step by step lernte ich zu akzeptieren, dass es so ist und ich es im Moment nicht ändern konnte. Alles hadern und wütend sein über mich selbst brachte gar nichts, und trotzdem lies ich es nicht los.

Also fiel ich tiefer und tiefer. Das war gar nicht lustig. Das wünsche ich wirklich niemandem solch eine tiefe Talfahrt. How ever, Schritt für Schritt lernte ich los zu lassen, und konnte langsam auch Hilfe annehmen.

Manchmal ist sofortiges loslassen nicht möglich, also grundsätzlich schon, aber mit dem Kopf nicht und dann geschehen Situationen und Dinge die uns dazu bringen.

Loslassen ist ein Prozess für gewisse Dinge und Situationen und es gibt keinen Grund, Menschen zu verurteilen, wenn sie etwas nicht los lassen können oder wollen.

Denn wir wissen nicht wo dieser Mensch in seinem Prozess gerade steht. Darum lasse es los wenn jemand nicht so schnell ist mit loslassen. Denn von aussen sieht es öfters eifacher und klarer aus.



Darum gehen wir Menschen Schritt für Schritt, in unserem Tempo, unseren Weg. Jeder Mensch braucht Begleiter auf diesem Weg, die Verständnis für solche Momente haben. Ich bin von Herzen Dankbar für meine Familie, die diesen harten Weg mit mir gemeinsam gegangen ist.

Danke, Danke, Danke

Und so verabschiede ich mich auch wieder Schritt für Schritt aus meinem Burnout, denn auch das geht nicht mit dem Schnellzug.

bis bald Karin 



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Montag, 14. März 2016

Alt gegen neu / 355

Vor ein paar Tagen war ich auf dem Passbüro um meinen neuen Pass und ID zu bestellen. Foto, Fingerabdrücke Unterschrift usw. Es gehe etwa 10 Tage sagten sie mir. Also ging ich wieder nach Hause und dachte mir nichts dabei.

Dann plötzlich nahm ich meinen alten Pass zur Hand der jetzt gelocht war, schlug meine Seiten auf und schaute mir meine Stempel an, die ich erhielt auf meinen Reisen.



Ein kribbeln kam in mir hoch, viele Erinnerungen, schmunzeln und einen Moment Pause. In Gedanken war ich wieder auf meinen Reisen. Kopfkino, Wind in den Haaren, Sonne auf der Nase und der Haut. Auf Reisen ohne Gepäck ganz ohne nichts, nur in Gedanken und Erinnerungen. Denn die sind in meinem Herzen und dort bleiben sie. Ja so ist es schön zu reisen, ohne jegliche Vorbereitungen, einfach "uf u dervo" wie Gölä.



Heute kam dann mein neuer Pass und ID. Ganz neu, neues Foto alles leer, sogar noch ohne meine Unterschrift. Ich nahm den Pass zur Hand und unterschrieb ihn voller Freude. Was mache ich nun mit meinem alten Pass? Wegwerfen? Behalten? Die Stempelseiten raus reisen? Hmmm.

Also in Gedanken kann ich meine Reisen jederzeit wieder erleben. Brauche ich ihn noch? Welche Inputs brauche ich damit ich meine Kopfkino-Reisen wieder erleben kann? Ein hin und her in meinem Kopf sind. 

Gut ich kann meine Entscheidung auch vertagen oder etwas aufschieben und mich zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Genau das werde ich tun.

Das ist auch loslassen, Entscheidungen nicht zu erzwingen und es einfach tun wenn die Zeit dafür da ist.

In dem Fall bleibt mein alter Pass noch ein Moment bei mir.

Bis bald Karin



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Sonntag, 13. März 2016

Inkonsequent? / 356

Heute ging mir die folgende Frage durch den Kopf:

Bin ich inkonsequent mit dem Loslassen?




Einige von euch wissen, dass ich ein Kreativzimmer habe. Seit mein Sohn ausgezogen ist, habe ich sein Zimmer in mein Kreativzimmer umgestaltet. Ich habe die Wände gestrichen, das Zimmer nach meinen Ideen eingerichtet und mein Rattansofa hinein gestellt. (Das Rattensofa stand viele Jahre in einem Abstellraum, konnte es nicht loslassen).




In diesem Zimmer bin ich am malen, basteln, töpfern, schreiben, gestalten und so weiter. Alles was mir Spass und Freude bereitet, wird meistens dort fabriziert. In diesem Zimmer hat es natürlich sehr viele Dinge. Ja sind das nun Dinge von denen ich mich auf meiner Reise trennen soll/muss. Da ich ja mit leichtem Gepäck weiter reisen will. Bin ich inkonsequent, wenn ich sage nein? Dieser Gedanke begleitete mich heute auf meinem Spaziergang mit Kisha. 




Vielleicht bin ich inkonsequent, das ist jedoch Ansichtssache. Nach meinem Spaziergang konnte ich klar sagen NEIN. Denn ich habe mich entschieden mich von Dingen zu trennen, welche mich belasten oder mir nicht gut tun. Dieses Zimmer bereitet mir ja Freude, also daher nein, ich muss mich nicht von diesen Dingen trennen.

Ich habe mir aber auch eine Aufgabe gegeben, alle 2 Monate durch das Zimmer zu gehen um zu schauen ob es Dinge gibt die ich nicht mehr brauche. Wie zum Beispiel alte Pinsel, Farben die eingetrocknet sind usw. Also will ich mein Zimmer luftig behalten, damit meine Ideen auch weiterhin entstehen können und ich kreativ bleiben kann.




Klar auf eine richtige Reise mit dem Auto oder Flugzeug kann ich diese Dinge nicht mitnehmen. Jedoch nach dem Reisen können meine kreativen Gedanken dann wieder Realität werden.

So kann ich die Frage nach Inkonsequenz auch loslassen und muss mir über mein Kreativzimmer diesbezüglich keine Gedanken mehr machen.

In diesem Sinne bis bald

Karin


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